Gartenstart am Josefitag
Den Hobbygärtnern "jucken die Finger"
- Die Gartensaison ist eröffnet: Gärtnermeister Simon Wedenig verrät, welche Gemüsepflanzen jetzt schon ins Beet können.
- Foto: MeinBezirk/Isabella Friessnegg
- hochgeladen von Isabella Frießnegg
Am Josefitag – 19. März – wird in Gärtnerkreisen gegartelt. Nach Hochbeet und Glashaus werden nun auch Gartenbeete bepflanzt.
SONNRAIN. Ehe man die Gemüsepflanzen in Hochbeet oder Beet setzt, sollte man sich den Boden genauer anschauen. "Der Boden – die Erde – bildet die essenzielle Lebensgrundlage für Pflanzen, indem sie Verankerung, Wasser, Luft und Nährstoffe finden. Ein gesunder Boden im Gleichgewicht fördert das Pflanzenwachstum", weiß Gärtnermeister Simon Wedenig. Die Bodenbearbeitung im Gemüsegarten hat sich von der traditionellen, intensiven Bearbeitung hin zu bodenschonenderen Methoden gewandelt. "Die Wahl des Ansatzes hängt von der Bodenbeschaffenheit, dem Arbeitsaufwand und der Philosophie des Gärtners ab. Es geht vom klassischen Umgraben über die schonende Lockerung zum Nichtumgraben, vom Mulchen bis zur Gründüngung."
Fruchtfolge beachten
Als wesentliches Element für die Bodengesundheit nennt Wedenig die Fruchtfolge. "Man sollte Pflanzen immer wieder an einen anderen Standort setzen. Ein optimaler Fruchtwechsel von Stark- zu Schwachzehrern – hoher Nährstoffbedarf bis zu geringer Nährstoffbedarf – beugt ausgelaugten Böden sowie Krankheiten vor. Wenn man etwas Kohlarten ständig am gleichen Platz pflanzt, kann es zur Kohlhernie, die zu Krüppelwuchs, Kümmerwuchs und Welke führt, kommen."
Gut für die Seele
Nicht nur im Gartenbeet, sondern auch im Hochbeet kann gezielte Düngung nicht nur den Ertrag, sondern auch das Wachstum der Pflanzen verbessern. "Mit Schafwolle hat man einen Langzeitdünger, der zugleich als Wasserspeicher wirkt", weiß der Gärtnermeister. So vorbereitet dürfen Salate, Kohlarten, Steckzwiebel, Steckknoblauch und viele Kräuter bereits ins Beet. "Wer zwischen seinem Gemüse auch für Blumen Platz lässt, tut nicht nur dem Auge und der Seele, sondern auch der Insektenvielfalt im Garten etwas Gutes." Möglicherweise ist auch für das Kärntner Gemüse des Jahres ein Plätzchen frei. "Es ist die ‚Saftige Sabine‘. Eine kleinwüchsige Physalis, auch Andenbeere oder Kapstachelbeere genannt, für Gartenbeet, Hochbeet oder Topf."
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