Müll-Trennung
Flurreinigung: Kids als "Botschafter der Umwelt"

Umweltreferent StR Andreas Fugger (hinten li.) ernannte die Schüler der Volksschule St. Martin zu "Botschaftern der Umwelt"
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Wie vermeidet man Müll? Wie trennt man richtig? Mittels Info-Kampagne will man Bürger sensibilisieren.

FELDKIRCHEN/ST. MARTIN (fri). Umweltreferent StR Andreas Fugger entsandte die Mädchen und Buben der Volksschule St. Martin zur Flurreinigung mit den Worten: "Ich weiß, dass ihr nicht die Verursacher der Verschmutzung in der Natur seid. Dass ihr euch in den Dienst der guten Sache stellt, ist euch hoch anzurechnen. Darum ernenne ich euch alle zu ‚Botschaftern der Umwelt‘."

Neuer Müll-Kalender

Danach schwärmten die Schüler mit ihren Lehrern und Begleitpersonen aus und befreiten die umliegenden Straßen- und Wegränder von Müll.
"Für uns ist das der Auftakt für eine Müll-Info-Kampagne in der Klima- und Energiemodellregion Feldkirchen und Himmelberg", sagt Fugger. "Der Müll-Kalender soll überarbeitet werden. Im Zuge dessen soll es auch eine aktuelle Kostenerhebung geben." Diese soll Aufschlüsse geben, wo es Einsparungspotenzial gibt. "Wir wissen, dass der ‚Gelbe Sack‘, in dem Plastik, Metall und Tetraverpackungen gesammelt werden, gut angenommen wird. Im Restmüll dagegen landen immer noch zu viele biogene Abfälle", sagt Klima- und Energiemodellregions-Managerin Sabine Kinz. "Darum setzen wir auch hier auf Aufklärung." Grundsätzlich sei die Bereitschaft Müll zu trennen durchaus vorhanden. "Wenn es gelingt die Menschen dahingehend zu sensibilisieren bereits beim Einkauf dem Verpackungswahn zu entsagen, wäre ein weiterer Schritt getan."

Regionale Kompostieranlage

Nachgedacht wird in der Klima- und Energiemodellregion auch darüber, wie es gelingen könnte Grünschnitt in der Region zu kompostieren. "Derzeit wird dieses Material teuer entsorgt und in St. Veit in einer entsprechenden Anlage kompostiert", so Kinz. "Vom Himmelberger Bürgermeister Heimo Rinösl kam die Idee eine ähnliche Anlage in der Region zu errichten. Über die Jahre könnte dann in einem natürlichen Prozess Erde entstehen, die dann wiederum in der Region verwendet wird." Die Realisierung einer entsprechenden Anlage könnte allerdings eine langwierige Angelegenheit werden. "Diese fällt ins Abfallwirtschaftsgesetz und dafür sind die Auflagen hoch."

Lebensmittel sind nicht für die Tonne

Im Zuge der Maßnahmen ”Schwerpunktthema Müll” der Klima- und Energie-Modellregion Feldkirchen und Himmelberg findet mit der Powerchecker Klasse der Neuen Reformpädagogischen Mittelschule Feldkirchen ein Jahresprojekt mit dem Thema Lebensmittelmüll statt.
"Im Herbst vergangenen Jahres startete das Projekt mit dem Besuch des Bio Gartenhofs der Diakonie Waiern", sagt Sabine Kinz, KEM-Modellregionsmanagerin. "Die Schüler wurden von Peter Compen und seinem Team über das Gelände des Bio-Zentrums geführt und erhielten Einblicke wie Gemüse produziert wird und wie viele Arbeitsschritte bis zum Verkauf notwendig sind."

Sinnvoll verwerten

Im Dezember fand ein weiterer Workshop zum Thema Lebensmittelverschwendung in der Schule statt.
"An einem Vormittag wurde den Schülern im Zuge des Kochunterrichts von Elke Oberhauser vom Verein „Best of the Rest“ gezeigt, wie Lebensmittel, die zum Verkauf nicht mehr geeignet sind oder zuhause schon länger gelagert wurden, sinnvoll verwertet werden können", schildert Kinz. "Zusätzlich wurde über das richtige Einkaufen und Lagern von Lebensmitteln gesprochen. Dass nebenbei noch tolle Gerichte aus geretteten Lebensmitteln zubereitet wurden, motivierte die Jugendlichen und eröffnete einen neuen Zugang zum Thema Essen." Das Projekt läuft noch bis Ende des Schuljahres.

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