"Speisenfotografie ist wie ein Bild malen"

Fotografin und Künstlerin Christine Kostner
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FELDKIRCHEN (chl). Zu fotografieren begonnen hat Christine Kostner mit acht Jahren. "Mein Onkel ist Fotograf und hat mir vieles beigebracht", erzählt sie. Durch die Ausbildung zur Bühnenschneiderin und Kostümbildnerin war der Bezug zur Fotografie ständig präsent, ebenso die Beschäftigung mit Kunst. Seit vier Jahren ist Kostner als Fotografin selbständig.
Als Porträtfotografin kommt ihr die Arbeit als Humanenergetikerin zugute. "Die Wenigsten lassen sich gerne fotografieren. Durch meine Arbeit als Therapeutin habe ich einen guten Zugang zu den Menschen, das hilft mir, die Menschen durch das Fotoshooting zu führen", erklärt Kostner. "Ich versuche dabei, den Menschen zu sehen, wie er ist und mit der Kamera sein Wesen einzufangen."

Erstes Projekt als Kochbuch-Fotografin

Außer als Porträt-, besser gesagt Menschenfotografin shootet Kostner ganze Fotostrecken, Dokumentationen, Landschaften, Räume und Objekte für Websites, Blogs, Hotels etc.
Ihre erste Arbeit als Kochbuch-Fotografin wird am 25. April im Miele-Center Preissegger in Klagenfurt präsentiert. Durch die Arbeit für den Blog der Publizistin, Kommunikationstrainerin und "Dampfgarerin" Susanne Kuttnig-Urbanz (www.diedampfgarerin.at) entstand die Zusammenarbeit mit Kuttnig-Urbanz und Bio-Koch-Pionier Friedrich Pinteritsch für das Buchprojekt "Fleisch aus dem Kombi-Dampfgarer" (Kneipp Verlag). 
"Speisen für ein Foto schön anzurichten ist wie ein Bild zu malen", erklärt Kostner den künstlerischen Zugang.

Ganz ohne Chemie

Kostner selbst ist Vegetarierin. Der Anspruch der beiden Köche, nämlich Nachhaltigkeit und natürliche Zubereitung nicht nur in den Rezepten, sondern auch in den Fotos zu dokumentieren, hat Kostner dennoch auf Anhieb vom Projekt überzeugt: "Alle Gerichte wurden ohne Verwendung giftiger Glanz-Sprays oder sonstiger chemischer Hilfsmittel in Szene gesetzt. Ich habe auch keines der Fotos digital nachbearbeitet. Alle Gerichte sehen aus, wie sie aussehen."
Die besondere Herausforderung war, dass Fleisch, vereinfacht gesagt, immer braun sei: "Um dennoch Spannung in die Bilder zu bringen, haben wir die Beigaben entsprechend in Szene gesetzt und mit Geschirr und Hintergrund versucht, Spannung zu erzeugen." Alle Speisen wurden übrigens nach den Shootings im K+P-Küchenstudio vom Team genossen. "Es war uns allen wichtig, nichts wegwerfen zu müssen", ergänzt Kostner.
Das nächste größere Projekt der Fotografin ist eine Foto-Tour durch die Schweiz, etwas später dieses Jahr die Dokumentation eines Wasserprojekts in Kenia.
Mit ihren Kunstwerken, die sie "Transfers" nennt, ist Kostner vom 4. bis 10. Oktober im Klagenfurter Europahaus vertreten.

Zur Person: Christine Kostner
Christine Kostner ist geboren und aufgewachsen in Feldkirchen und erlernte autodidaktisch sowie von ihrem Onkel (Foto Zwatz in Feldkirchen) die Fertigkeiten der Fotografie. In Villach maturierte sie an an der Höheren Bundeslehranstalt für Mode- und Bekleidungstechnik (heute CHS), absolvierte in Wien das Kolleg für Textildruck, die Ausbildung zum Bühnenschneider und den Meisterbrief für Damenoberbekleidung. Sie arbeitete als Kostümbildnerin an Theatern und auf Kreuzfahrtschiffen und machte sich schließlich als Kostümbildnerin selbständig.
Während der Mutterkarenz (Tochter Flora wurde 2004 geboren) entschied sie, zurück nach Kärnten zu ziehen. Nach der Karenz arbeitete sie als Humanenergetikerin und ab 2014 als freiberufliche Fotografin.

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