Caritassammlung
Für die gute Sache von Tür zu Tür

- Gerlinde Bahngruber wird auch heuer wieder für die gute Sache unterwegs sein.
- Foto: Gertraud Kleemayr
- hochgeladen von Gertraud Kleemayr
Die Kopplerin Gerlinde Bahngruber geht seit 25 Jahren für die Caritas sammeln. Sie hat dabei viel Schönes erlebt, aber auch schon einige Debatten geführt.
KOPPL, ST. GEORGEN. Wie jedes Jahr ist es bald wieder soweit: Die Caritas-Sammler gehen in den Pfarren von Haus zu Haus, um für die gute Sache zu sammeln. Eine dieser Sammlerinnen ist Gerlinde Bahngruber. Und obwohl sie das schon 25 Jahre in ihrem Rayon, wo sie auch das Pfarrblatt persönlich verteilt, macht und die meisten Leute kennt, ist es nicht immer eine "gmahde Wiesn". "Ich habe auch manchmal Leute, die mich fragen, ob das Geld auch dort ankommt, wo es gebraucht wird", so Bahngruber. Dann freut sie sich immer, darauf verweisen zu können, dass sogar 40 Prozent der Gelder für Sozialprojekte in der eigenen Pfarre bleiben.
Als Chance sehen
Aber sie trifft an den drei bis vier Nachmittagen, die sie jährlich für die Sammlung opfert, kaum auf Menschen, die gar nicht helfen wollen. "Auch die Leute, die neu zugezogen sind, sehen dies eher als Chance, in Kontakt zu kommen", weiß sie aus Erfahrung. Und manche erwarten sie schon und freuen sich auf ein Gespräch. Insgesamt stellt sie fest, dass die Spendenfreudigkeit größer ist als früher.
Von fünf bis 100 Euro
"Früher wollten die Leute auf der Liste schauen, was die anderen gespendet haben. Das geht jetzt aus Datenschutzgründen nicht mehr", so die engagierte Kopplerin. Nun kann sie nur sagen: "Sie geben von fünf bis 100 Euro." Und sie freut sich über jeden Euro. "Einmal war ich mit meinen Enkeln unterwegs. Die haben allen erzählt, dass ich das Geld nicht für mich sammle, sondern für Leute, denen es nicht so gut geht wie uns", schmunzelt die stolze Oma, die wohl schon die nächste Generation einarbeitet.
Ohne Pfarren unmöglich
In St. Georgen ist Pfarrer Gerhard Fuchsberger nicht nur Organisator der Sammlung, er geht auch selbst von Haus zu Haus. Denn es ist nicht einfach, genügend Sammler zu finden. "Auch bei einem Pfarrer, der von Haus zu Haus geht, spenden nicht alle, aber ein freundliches Gespräch gibt es immer", so Fuchsberger. Er weiß, wie wichtig die Sammlerinnen und Sammler sind und wie viel Gutes mit dem Geld getan werden kann. Dafür ist auch Caritas-Direktor Johannes Dines dankbar: „Die Haussammlung ist die wichtigste Sammlung der Caritas und die Spenden gehen direkt an Menschen in Not hier bei uns, in der Nachbarschaft, im Ort, im Bezirk. Nur durch das außerordentliche Engagement der Pfarren und der freiwilligen Sammlerinnen und Sammler ist das möglich – herzlichen Dank!“
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