Wiesengras gibt Biogas: Graskraft Steindorf eröffnete Biogasanlage

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Mit einem Tag der offenen Tür wurde das Graskraftwerk Steindorf offiziell eröffnet. Insgesamt 54 Landwirte liefern ihr Gras in der neuen Biogasanlage ab. Erzeugt wird daraus Strom, Wärme und Treibstoff.

Im Jahr 2004 wurde die erste Biogasanlage in Reitbach bei Eugendorf als Pilotprojekt in Betrieb genommen. Nun folgte in Steindorf bei Straßwalchen unter dem Motto „Wiesengras gibt Biogas“ eine Fortsetzung der umweltfreundlichen Technologie. „Die Landwirte liefern Gras aus einer Gesamtfläche von 250 Hektar bei uns ab. Daraus können wir 150 Kubikmeter Gas pro Stunde produzieren und Treibstoff für 750 Fahrzeuge gewinnen“, erklärte Projektplaner Peter Stiegler von der Energiewerkstatt Friedburg.

Gegründet wurde die Genossenschaft Graskraft Steindorf im Jahr 2009. In einer Bauzeit von acht Monaten wurde die Biogasanlage errichtet. Beim Tag der offenen Tür erschienen zahlreiche interessierte Besucher. „Wir erzeugen mit der Anlage zehn Prozent Strom, 20 Prozent Wärme und 70 Prozent Treibstoff. Mit Biogas betriebene Fahrzeuge haben 80 Prozent weniger Schadstoffausstoß als Diesel- oder Benzinfahrzeuge“, berichtete Obmann Andreas Fürst, der mit Stellvertreter Alois Lugstein, Andreas Kranzinger, Josef Breitenthaler und Johann Plietl der Genossenschaft vorsteht.

Ziel der Betreiber ist es, künftig möglichst viele Fahrzeuge in der Region mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen. „Der Treibstoff ist mindestens 30 Prozent billiger als Diesel oder Benzin. Mit einem Hektar Wiesengras kann ein Fahrzeug bis zu 45.000 Kilometern fahren“, rechnete Stiegler vor. Aufbereitet wird das Biogas in reines Biomethan durch eine eigene Verfahrenstechnik der Salzburg AG.

Für die Umwelt spricht auch der angenehme Nebeneffekt. „Das System ‚Wiesengras gibt Biogas’ ist eine reine Kreislaufwirtschaft. Das Abfallprodukt wird als Bio-Gülle auf die Felder gebracht und dient als Dünger. Vorteil dabei ist, dass die Nährstoffe unendlich vorhanden sind“, fügte Obmann Fürst hinzu. Investiert wurden in die Biogasanlage 1,9 Millionen Euro.

Autor:

Wolfgang Schweighofer aus Flachgau

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