Mobilität neu denken
Flachgauer Grüne halten an der Energiewende fest
- Bernadette Riesner und Thomas Rewitzer aus dem Flachgau treten im Flachgau für die Grünen an.
- Foto: sm
- hochgeladen von Sabrina Moriggl
Die Energiewende müsse vor Ort passieren, da sind sich Thomas Rewitzer und Bernadette Riesner einig. Zusammen treten die beiden jungen Flachgauer für die Landtagswahl 2023 für die Grünen auf Listenplatz vier und fünf an. "Wir ergänzen uns sehr gut", sagen die beiden unisono und verfolgen eine ambitionierte Klimapolitik.
FLACHGAU. Während der 31-jährige Rewitzer aus Grödig ein älteres E-Auto-Modell seiner Eltern gemeinsam mit seiner Freundin nutzt und im Sommer auf das Fahrrad umsteigt, hat sich Riesner vor kurzem einen Tesla angeschafft und pendelt regelmäßig mit dem Zug nach Wien.
"Ich bin mir sicher, dass Salzburg energieautark sein kann. Dazu muss man alle Potenziale nutzen: Wind, Wasser, Sonne." Bernadette Riesner
"Am Land kann man das Auto nicht verbieten", sagt Rewitzer. Er ist seit zehn Jahren für die Grünen aktiv und fordert neues Denken und ein flexibles Bussystem im Umland. Der Grödiger erklärt, dass man für viele Wege mit dem öffentlichen Verkehr zunächst in die Stadt Salzburg fahren müsse, um von dort aus weiterzufahren, und fordert deshalb Querverbindungen für die Region.
Eine Lösung sieht der Umweltaktivist ebenfalls im sogenannten Mikro-ÖV, der in manchen Seenlandorten derzeit ausprobiert wird. Dabei handelt es sich um ein flexibles Bussystem, das bei Bedarf die verschiedenen Haltestellen anfährt.
Mit der Bahn in Salzburg ans Ziel
Ihrer Heimatgemeinde Neumarkt attestiert Riesner eine "gute Aufstellung", was die Anbindung an den öffentlichen Verkehr betrifft, die sich dennoch verbessern ließe. "Es wäre ideal, wenn man hier Zubringer hätte", sagt sie und weiß, dass es mehr Park&Ride-Plätze brauchen wird.
Um der Flächenversiegelung Einhalt zu gebieten, wünscht sich Riesner eine sinnvolle Erweiterung der Parkflächen, deren Fläche nicht versiegelt ist und die sich durch Photovoltaikanlagen, etwa bei der Parkflächen-Überdachung nutzen lassen.
In Hinblick auf die Energiewende zeigt sich Riesner zuversichtlich und sieht gerade beim Klimaschutz viele Möglichkeiten für Wachstum und Unabhängigkeit durch "Green Jobs". Die 27-Jährige meint, Energiewende und die Erhaltung des Naturschutzes müsse kein Widerspruch sein und erklärt, dass in der Windenergie Chancen für Salzburg lägen.
Windpark am Lehmberg durchsetzen
Das angedachte Projekt eines Windparks mit etwa zehn Windrädern auf dem Lehmberg müsse bald passieren, fordert Riesner und begrüßt das Projekt. Sie sagt: "Ich würde mich freuen, wenn ich von meinen Balkon Windräder sehe."
Auch außerhalb des Flachgaus dürfe man sich nicht gegen Windparks stellen, meint Riesner und betont, dass 50 Windräder für Salzburg nicht viele seien und man in den Bezirken gute verträgliche Stadtorte finden würde.
Schließlich sei die hiesige Stromerzeugung enorm und in Zukunft gelte es das Leben an die Klimakrise anzupassen.
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