06.10.2014, 10:07 Uhr

Trend zur Bildungsteilzeit

(Foto: DOC RABE Media - Fotolia)
BEZIRK, NEUMARKT. Die Bildungskarenz wird seit deren Einführung immer öfter genutzt. "In Krisenzeiten wie 2009/2010 war es ein beliebtes Instrument, um Mitarbeiter nicht kündigen zu müssen und die Zeit mit weniger Aufträgen mit Weiterbildung, sinnvoll zu überbrücken. 2012 waren es 159 Personen aus dem Bezirk Freistadt, die zur Weiterbildung eine Bildungskarenz mit der Firma vereinbarten und beim AMS Weiterbildungsgeld beantragt haben", weiß der Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice Freistadt, Alois Rudlstorfer.
Seit 2013 gibt es ja auch die Bildungsteilzeit, das ist die Weiterbildung während einer Teilzeitbeschäftigung im Betrieb. 2013 nutzten diese Möglichkeit inklusive Bildungsteilzeitgeld vom AMS insgesamt 18 Personen. Dazu kamen noch 156 Personen (71 Frauen/85 Männer) mit Bildungskarenz. 2013 nutzten also insgesamt 174 Personen die Möglichkeit einer Karenzierung bzw. Teilzeitbeschäftigung zur Weiterbildung.
"Es schaut auch so aus, als würde sich ein Trend hin zur Bildungsteilzeit abzeichnen. Diese wurde bis Ende August bereits 23 mal beantragt. Da ergibt hochgerechnet auf das ganze Jahr fast eine Verdoppelung gegenüber 2013", so der AMS-Chef.
Gute Erfahrungen mit Bildungskarenz beziehungsweise Bildungsteilzeit hat man bei der renommierten Neumarkter Firma Schinko gemacht. Geschäftsführer Gerhard Lengauer: "In den vergangenen Jahren haben einige Mitarbeiter das Angebot von Bildungskarenz genützt." Der zeitliche Rahmen reicht dabei von einigen Monaten bis zu einem Jahr. "Die Abwicklung ist sehr einfach", so Lengauer. Manche Mitarbeiter nützen die Zeit für eine Neuorientierung, kommen also nicht mehr in den Betrieb zurück. Anderen wollen sich im bestehenden Beruf weiterbilden. "Diese Mitarbeiter kommen dann sehr motiviert zurück", so Lengauer. Wer seine fachlichen Kenntnisse erweitert, hat durchaus auch gute Aufstiegschancen.
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