Wiener Charme
Die Strottern & Blech begeistern beim Via Iulia Augusta Kultursommer
- Foto: Andreas Lutche
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Ein Gewitter verhinderte zwar den geplanten Panoramablick von der Konzertterrasse des LKH Laas, doch dafür rückte die Musik umso stärker in den Mittelpunkt. Am 15. Juli 2026 verwandelte sich der Festsaal des LKH Laas in einen besonderen Klangraum: Die Strottern & Blech nahmen das Publikum beim Via Iulia Augusta Kultursommer mit auf eine Reise voller Wiener Melancholie, feinem Humor und berührender Momente.
LAAS. Der Festsaal des LKH Laas füllte sich bis auf den letzten Platz, zusätzliche Stühle mussten bereitgestellt werden. Klemens Lendl an der Violine und David Müller an der Gitarre, begleitet von Martin Ptak an Posaune und Harmonium sowie Martin Eberle an Trompete und Flügelhorn, präsentierten einen Abend, der musikalische Raffinesse mit feinsinnigem Humor verband. Hausherr Gerhard Schmied, kaufmännischer Direktor des LKH Laas, begrüßte Publikum und Künstler mit herzlichen Worten.
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30 Jahre Die Strottern – Musik mit Haltung
Intendantin Helga Pöcheim gratulierte dem Wienerlied-Duo zum 30jährigen Bühnenjubiläum und würdigte in ihrer Laudatio den besonderen Weg der Künstler. Sie beschrieben Die Strottern als Erneuerer des Wienerlieds, die das Genre von Klischees und Weinseligkeit befreit und für Jazz, Improvisation und internationale Einflüsse geöffnet hätten. Pöcheim bezeichnete sie als „Virtuosen der Zwischentöne – nie laut, nie aufdringlich, mal grantig, mal charmant, immer ein wenig schräg.“ Ihre Musik sei „zutiefst humanistisch, gleichzeitig lachend und weinend, wie ihre Lieder, die gleichzeitig kratzen und streicheln“. Zum Jubiläum dankte sie für drei Jahrzehnte „Haltung, Humor und Sentiment“.
- Intendantin Helga Pöcheim
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Geschichten aus Wien, die Menschen berühren
Das Programm führte musikalisch nach Wien – mit Liedern über das Scheitern, das Weitergehen und die kleinen Absurditäten des Alltags. Mit viel Selbstironie erzählten Die Strottern von einem Regenschirm, der seinen Besitzer immer wieder im Stich lässt, oder den unerfüllbaren romantischen Träumen eines Fahrscheinkontolleurs. „Man hat sich immer wieder ertappt gefühlt“, fasste ein Konzertbesucher die Wirkung der Lieder zusammen.
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Zwischen Lachen und Nachdenken
Besonders berührte das Lied „wia tanzen is“, das die beiden Musiker ihren Frauen widmeten. Mit dem Humanistengstanzl „Handschuach aus Samt“ setzten Die Strottern ein Zeichen für einen freundlicheren Umgang miteinander und mehr Augenmaß. Ihre Musik hält den Menschen einen Spiegel vor – liebevoll, ehrlich und mit einem Augenzwinkern. Das Publikum dankte mit begeisterten Standing Ovations und mehreren Zugaben.
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Ein Abend, der weiterklingt
Der außergewöhnliche Konzertabend fand mit einer Einladung des Gastgebers zu einem kleinen Umtrunk seinen Ausklang. Das Konzert wurde von Radio Kärnten unter der Aufnahmeleitung von Verena Pliemitscher aufgezeichnet und wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt. Besonderer Dank gilt dem Team des LKH Laas für die umsichtige und liebevolle Betreuung der Veranstaltung sowie der DolomitenBank Osttirol Westkärnten als Konzertpaten.
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