Solidarische Landwirtschaft
Bio-Gemüse & mehr von "Futter Natur"

Gudrun Zecha startete gemeinsam mit Christian Kellmair die Solawi "Futter Natur" in Wallern an der Trattnach. | Foto: living moments photography
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  • Gudrun Zecha startete gemeinsam mit Christian Kellmair die Solawi "Futter Natur" in Wallern an der Trattnach.
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Alt und gleichzeitig innovativ: Am 22. Februar ist Internationaler Tag der Solidarischen Landwirtschaft. Im Bezirk Grieskirchen versorgt die Solawi "Futter Natur" ihre Ernteteiler mit regionalem Bio-Gemüse.

WALLERN. Das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft – kurz Solawi – existiert bereits seit den 1960er-Jahren. Seinen Ursprung hat es in Japan und den USA. Auch in Oberösterreich gibt es mittlerweile mehr als zehn Bauernhöfe, die ihren Betrieb an diesem Modell ausrichten und gemeinsam mit ihren Ernteteilern eine krisenfeste, regionale Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen. Einer davon ist die Solawi "Futter Natur" in Wallern.

Faire Preise auf beiden Seiten

Das Prinzip ist einfach wie einleuchtend: Die Ernteteiler garantieren der Solawi die Abnahme der gesamten Ernte einer Saison zu einem im Vorhinein festgelegten Preis. Dieser richtet sich nicht nach schwankenden Weltmarktpreisen oder großen Handelsketten, sondern ergibt sich aus den Ausgaben, die die Landwirtschaft im Laufe eines Jahres hat – faire Löhne inklusive. Je nach Gemüsehunger kann bei Futter Natur zwischen großem, mittlerem und mini-Ernteanteil gewählt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 510 bis 1.200 Euro pro Saison. "Das sind zirka 30 Wochen Gemüse, von April bis November. Wenn es ein gutes Jahr und ein lauer Herbst ist, gibt es natürlich noch länger was", erklärt Gudrun Zecha.

Wöchentliche "Gemüslichkeiten"

Gemeinsam mit Christian Kellmair, Gärtnereifacharbeiter und Imker, betreibt die studierte Umweltphysikerin seit 2020 die Solawi am elterlichen Hof. Auch Mutter Rosa packt bei der Bewirtschaftung der drei Hektar großen Landwirtschaft mit an. Auf rund zwei Hektar gedeihen Streuobstbäume, ein Hektar wird mit Gemüse, Kräuter, Beeren und Schnittblumen nach Bio-Richtlinien bepflanzt. Jeden Donnerstag können sich die Ernteteiler ihren Anteil an den "Gemüslichkeiten" holen. Vergangene Saison nutzten 30 Haushalte das Angebot, heuer sollen es 40 werden. Es sind noch Ernteanteile frei, Interessierte können sich per Mail an post@futter-natur.at sowie online auf www.futter-natur.at melden.

Mitsprache & Mithilfe am Acker

Die Versorgung mit hochwertigen Bio-Lebensmittel aus der Region ist dabei nur ein Aspekt der Solawi, wie Zecha erklärt: "Wir bieten zusätzlich zum Gemüse noch volle Transparenz was Produktionsbedingungen und Produktionskosten betrifft, die Möglichkeit Einblicke zu bekommen und selbst bei Mithilfe-Aktionstagen Hand anzulegen. Außerdem können sich die Ernteteiler einbringen, was zum Beispiel die angebauten Gemüsesorten und die Weiterentwicklung der Solawi betrifft. Und wir feiern miteinander Erntedank."

Infoabend "Futter Natur"

Am Mittwoch, 29. März, lädt die Solawi "Futter Natur" um 18.30 Uhr zu einem Infoabend ins Weinhaus Schmickl (Mauer 9, 4702 Wallern). Interessierte erhalten einen Einblick in das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft und es gibt die Gelegenheit, Ernteteiler, die bereits in den vergangenen Jahren dabei waren, kennen zu lernen.

ALLE INFOS IN KÜRZE
Solawi "Futter Natur" in Bergern 23, 4702 Wallern an der Trattnach
Angebot: Bio-Gemüse, Bio-Kräuter, Bio-Beeren, Bio-Schnittblumen, Bio-Säfte, Bio-Honig
Kosten: je nach Ernteanteil (mini/mittel/groß) zwischen 510 und 1.200 Euro für eine Saison (reduzierter Betrag für Menschen mit geringem Einkommen möglich)
Mehr Infos auf www.futter-natur.at

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