Schulkooperation oder langes Warten

So könnte die gemeinsame Volksschule für Aschach und Hartkirchen aussehen. Bis Ende Juni muss sich auch Hartkirchen entscheiden, sonst gibt es kein Geld vom Land.
  • So könnte die gemeinsame Volksschule für Aschach und Hartkirchen aussehen. Bis Ende Juni muss sich auch Hartkirchen entscheiden, sonst gibt es kein Geld vom Land.
  • Foto: Architekturbüro Scheutz
  • hochgeladen von Margit Koudelka

ASCHACH/HARTKIRCHEN. Die Hartkirchner sind in der Zwickmühle, denn die Schulgebäude sind sanierungsbedürftig. Sie stehen jedoch nicht auf dem Sanierungsprogramm aus dem Jahr 2008. Das bedeutet, dass in nächster Zeit kein Geld bereitstehen wird. Geht Hartkirchen jedoch eine Schulkooperation mit Aschach ein, würde das Land Oberösterreich laut Landesrätin Doris Hummer sechs Millionen Euro aus einem Sonderbudget locker machen. Mit diesem Geld soll in Aschach eine zwölfklassige Hauptschule und in Hartkirchen eine zwölfklassige Volksschule entstehen. Beide Gemeinden hätten somit jeweils nur eine Schule. Während der Aschacher Gemeinderat sich bereits mehrheitlich für diese Lösung ausgesprochen hat, stößt die Kooperation in Hartkirchen auf Widerstand. „Jeder Ort sollte seine Volksschule behalten. Das ist das Wichtigste und stärkt
das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder zur Gemeinde. Mit der Schließung unserer zweiten Volksschule in Hilkering gehen wir ohnehin schon einen Kompromiss ein“, sagt die Sprecherin der Hartkirchner Elterninitiative, Petra Krammel-Leithner.
„Wir wollen keinen Neubau der Doppelstrukturen, sondern Zukunftsstrukturen über Gemeindegrenzen hinweg schaffen“, so dagegen Hummer. Als Vorteile für die Schulkooperation zählt sie auf: Völlig neue Schulen mit großen Besprechungs- und Büroräumen für Lehrer, Freiraumklassen, Möglichkeiten zur Nachmittagsbetreuung, Schulausspeisung, eine Bücherei als Begegnungsort, mehr Flächen für die Vereine sowie ein größerer Turnsaal.
Die Hartkirchner haben aber andere Vorstellungen. Sie wollen, dass beide Gemeinden ihre Volksschulen behalten und eine Neue Mittelschule in Hartkirchen entsteht. Nur hapert es mit den Kosten, denn dieses Projekt käme auf neun Millionen Euro, wäre also drei Millionen teurer als der Vorschlag der Landesrätin.
Die Kostenersparnis durch das Landesmodell relativieren jedoch unter anderem die Elterninitiative Hartkirchen und die Grünen in Aschach. Sie wittern Mehrkosten für Schulwegsicherung und Schülertransporte. Denn sofern die Umfahrung Eferding nach derzeitigen Plänen gebaut wird, führt diese unmittelbar am Schulgebäude vorbei. Das Büro Hummer verweist auf einen gesicherten Geh- und Radweg entlang der B131 zwischen Volksschule Aschach und Musikschule Hartkirchen. Weiters heißt es: „Sollte die Umfahrung entlang der Bahnhofstraße geführt werden, so wird sich die Marktgemeinde Aschach um einen ausreichenden vorzeitigen Lärmschutz bemühen.“

Autor:

Margit Koudelka aus Grieskirchen & Eferding

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