Benjamin Schwarz ist Rauchfangkehrer
Traumberuf Glücksbringer

Schwarz (3. v. l.) mit einem großen Teil seiner Mannschaft.
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  • Schwarz (3. v. l.) mit einem großen Teil seiner Mannschaft.
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  • hochgeladen von Michaela Klinger

Benjamin Schwarz ist seit 17 Jahren Rauchfangkehrer. Er verrät, was seinen Beruf so besonders macht.

EFERDING. Schwarz' Laufbahn als Rauchfangkehrer begann 2003 direkt nach seiner Schulzeit mit der Lehre. Von Beginn an hegte er den Wunsch, sich selbstständig zu machen. Diesen Traum konnte er 2018 schließlich verwirklichen – zuerst mit lediglich einem Mitarbeiter. Mittlerweile ist das Team achtköpfig, Schwarz beschäftigt in Eferding neben vier Gesellen noch zwei Lehrlinge und eine Sekretärin. Gemeinsam betreuen sie etwa 6.000 Kunden.

Mensch und Natur schützen

"Das Schöne am Rauchfangkehrer-Dasein ist das abwechslungsreiche Tätigkeitsfeld und der persönliche Kontakt mit den Kunden, die einem viel Vertrauen schenken. Und dann ist da natürlich noch der Glücksbringer-Status: Menschen beginnen zu lächeln, wenn sie mich sehen und fragen, ob sie mich angreifen dürfen", ist Schwarz mit seiner Berufswahl zufrieden.
Rauchfangkehrer sei ein besonders verantwortungsvoller Beruf, so der Rauchfangkehrermeister aus Eferding. Schließlich beuge man Bränden vor und leiste einen Beitrag zur Energieersparnis und zum Umweltschutz. Der Jugend rät Schwarz: "Wer also einen verantwortungsvollen, technischen Beruf sucht und keine Scheu hat, sich die Hände schmutzig zu machen, der ist bei uns richtig." Ein weiterer Bonus: Der Berufsalltag gestaltet sich durch den Kundenkontakt recht kurzweilig. Mitunter gerät man als Rauchfangkehrer auch in lustige Situationen. Schwarz erzählt: "Vor Kurzem etwa hatten wir einen Fototermin für unseren Kalender. Dafür standen wir zu sechst auf einem Feld. Sechs Rauchfangkehrer auf einem Haufen sorgten für Verwunderung bei den Autofahrern, die stehen blieben und uns fotografierten."
Rauchfangkehrer bringen jede Menge Menschenkenntnis mit sich. "Wenn du die Menschen auf der Straße siehst, dann tragen sie so etwas wie eine Maske. Aber das geht in ihren eigenen vier Wänden nicht: Sobald du eine Wohnung oder ein Haus betrittst, weißt du, wer der Mensch ist", erklärt der Eferdinger.

Hausbesuch trotz Corona

Hinsichtlich der Corona-Krise hält Schwarz fest: "Die Situation ist schwierig. Wir müssen die Wohnräume zwangsläufig betreten." Dafür brauchen Rauchfangkehrer viel Fingerspitzengefühl und soziale Kompetenz. "Selbstverständlich halten wir Abstand und tragen eine Maske und Handschuhe", versichert der Rauchfangkehrermeister. Oftmals fällt der Schmäh mit den Kunden trotzdem der Ansteckungssorge zum Opfer. Schwarz und sein Glücksbringer-Team hoffen auf eine baldige Besserung und wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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