Einbruch in Haibach
Wohnhaus einer Flüchtlingsfamilie zerstört

Die Täter stiegen in das Haus ein und verwüsteten es. Derzeit ermittelt die Polizei gegen Unbekannt, vermutet aber kein fremdenfeindliches Motiv dahinter.
  • Die Täter stiegen in das Haus ein und verwüsteten es. Derzeit ermittelt die Polizei gegen Unbekannt, vermutet aber kein fremdenfeindliches Motiv dahinter.
  • Foto: kues panthermedia
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Einbruch und Vandalismus einer Wohnung einer irakischen Flüchtlingsfamilie in Haibach. Gemeinde schockiert, Polizei geht aber nicht von fremdenfeindlichem Motiv aus.

HAIBACH (jmi). Küchenladen aus der Verankerung gerissen, Matratze aufgeschlitzt, der Wohnraum verwüstet. Dieses Bild bot sich einer irakischen Flüchtlingsfamilie vor kurzem in ihrem Wohnhaus in Haibach. Kopfschütteln auch in der Gemeinde: "Auch für uns war dies ganz überraschend. Die Familie ist seit fünf Jahre bei uns und gut integriert in die Gemeinde. Beide Elternteile gehen arbeiten, die Kinder in Volksschule und Kindergarten. Auch die Haibacher selber haben sich um die Leute gekümmert, mit ihnen Deutsch gelernt und bei verschiedenen Bereichen geholfen", erklärt Amtsleiter Thomas Peitl. "Es wurde eingebrochen und alles zerstört. Da kann es nicht darum gehen, dass Geld gesucht wurde. Wir vermuten, dass ein anderer Hintergrund eine Rolle spielte. Die müssen die Familie schon vorher ausspioniert haben. Denn das Zeitfenster in der sie einbrachen war nicht groß: Die Mutter brachte zu dem Zeitpunkt das Kind in den Kindergarten", erläutert Peitl.

"Kein Hinweis auf Fremdenfeindlichkeit"

Bezirkspolizeikommandant Christian Stemmer geht nicht von einem fremdenfeindlichen Akt aus: "Wir haben keinen Hinweis diesbezüglich gefunden. Mit Wohnhauseinbrüchen haben wir laufend zu tun. Derzeit ermitteln wir gegen Unbekannt." Ebenso ist die damit verbundene Sachbeschädigung oftmals kein Novum: "Gerade wenn die Täter einen kleinen Zeitraum wie zehn Minuten haben, drehen sie das ganze Haus um, leeren Kästen und Läden aus", so Stemmer.

Wohnhauseinbrüche erleben laut Polizei derzeit auch in der Region eine Steigerung. Darum plädiert die Exekutive auf die Mithilfe aus der Nachbarschaft: "Es kann immer wieder vorkommen, dass Einbrecher warten und die Situation auskundschaften. Wenn Nachbarn etwas Verdächtiges bemerken – wie ein Auto oder Personen, die ums Haus schleichen – sollten sie diese Hinweise an uns weiterleiten. Wir gehen diesen nach", plädiert der Polizeichef.

Autor:

Julia Mittermayr aus Grieskirchen & Eferding

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