Hermanns "Logafeia" brennt nur noch heuer

Gastwirt Hermann Trummer geht in die endgültig letzte Saison: Am 19. August brennt das "Lagerfeuer" zum letzten Mal.
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Nach 43 Jahren ist heuer Schluss. Gastwirt Hermann Trummer wird nach dieser Sommersaison sein legendäres "Lagerfeuer" endgültig ausmachen.

Seit über vier Jahrzehnten ist die Veranstaltung der größte Sommer-Jugendtreff im südburgenländisch-oststeirischen Grenzraum. Jeden Mittwoch von Ende Juni bis Ende August wurde und wird im Hof des Trummer'schen Gasthauses gegessen, getrunken, gefeuert, gegrillt, gespielt und gefeiert.

"Will kürzer treten"

"Ich bin 63 Jahre. Langsam ist es Zeit, leiser zu treten. Der Aufwand für die Veranstaltung ist immer größer geworden", begründet Hermann Trummer seine Entscheidung nicht ohne Wehmut. Seine Kinder leben in Wien bzw. Linz und können die Veranstaltung nicht organisieren.

Anfang als kleine Grillparty

Als das erste Lagerfeuer im Sommer 1972 angefacht wurde, war es eine Grillparty im kleinen Rahmen. "Zwanzig Leute sind auf Bierkisten gesessen, haben am offenen Feuer ihre Würstel gegrillt und sich ihre Getränke selber geholt. Die Musik kam aus einem Verstärker für den Wurlitzer", erinnert sich Trummer.

Bis zu 1.000 Jugendliche

Heute kommen zu den sommerlichen Lagerfeuern an lauen Mittwochabenden bis zu 1.000 Jugendliche aus fünf burgenländischen und oststeirischen Bezirken nach Burgauberg. Rund zwanzig Mitarbeiter sind an Grillstationen und Bars beschäftigt.

"Zeitloses" Konzept

Das Geheimrezept, warum das Lagerfeuer seit über 40 Jahren einen nie versiegenden Zustrom an Gästen anzieht, klingt fast schon zu simpel. "Sommer, Feiern, Trinken und Liebe sind zeitlos", weiß Trummer.

Legendäre Mitmach-Spiele

Auch seine selbst kreierten, ständig wechselnden Mitmachspiele sind legendär und haben zum Erfolg beigetragen: Weichgeldschleuder, Teufelsrad, Pommes-Quiz, PET-Flaschen-Kanone, Fußrangeln, Dosenpflücken und Dutzende mehr. Der längste Strohhalm des Burgenlandes entstand ebenfalls bei Hermanns Lagerfeuer.

Nach dem 19. August, wenn das letzte von über 300 Lagerfeuern in 43 Jahren abgebrannt ist, wird sich Trummer auf sein Gasthaus und die Produktion seiner Wildspezialitäten konzentrieren.

Folgt Lagerfeuer 2.0?

Das "Logafeia" selbst könnte eine Fortsetzung erfahren, allerdings an anderer Stelle. "Es gibt Gespräche, es mit einem neuen Betreiber an wechselnden Orten weiterzuführen", lässt sich Trummer entlocken.

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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