Saskia Jungnikl: Buch zum Tabuthema Selbstmord

Nachdenkliches und Erschütterndes bei der Lesung von Saskia Jungnikl in der Bibliothek in Güssing
4Bilder
  • Nachdenkliches und Erschütterndes bei der Lesung von Saskia Jungnikl in der Bibliothek in Güssing
  • hochgeladen von Sonja Radakovits-Gruber

REINERSDORF/GÜSSING (srg). "Eigentlich habe ich es primär nur für mich geschrieben", erzählt die Autorin Saskia Jungnikl von ihrem Buch "Mein Papa hat sich erschossen". Die junge Reinersdorferin wollte damit für sich persönlich einen Weg zur Verarbeitung des freiwilligen Todes ihres Vaters finden.

"Jeder Mensch, der freiwillig aus dem Leben geht, hinterlässt drei bis fünf enge Angehörige", erzählt Jungnikl weiter. Unzählige Reaktionen von Menschen, die vom selben Thema betroffen sind, haben ihr gezeigt, dass sie auch ihnen mit ihrem Buch bei der Aufarbeitung ihres Traumas geholfen hat.

Offenheit ist keine Schwäche

Obwohl seit den letzten Jahren ein gewisser Sinneswandel stattfindet, ist der freiwillige Tod eines Menschen noch immer Tabuthema in der Gesellschaft. So wie auch bei der Autorin herrscht bei Betroffenen Unsicherheit und Scham, was die persönliche Aufarbeitung hemmt und blockiert.

Saskia Jungnikl hat den Selbstmord ihres Vaters fünf Jahre lang reflektiert und dann mit dem Buch für sich persönlich eine Art Schlussstrich unter die Suche nach einer Antwort gesetzt. "Dinge aufzuschieben ist seit diesem Tag keine Option mehr. Eine schöne Erinnerung ist eine mehr", erzählt die Autorin bei der Lesung in Güssing über eine Änderung ihrer persönlichen Lebenseinstellung seit diesem Tag.

So haben in Saskia Jungnikls Buch neben den tragischen Erlebnissen auch schöne Familienerinnerungen ihren Platz gefunden.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen