07.02.2017, 22:28 Uhr

Unser Jubilar: Josef Mayer aus Eberau

Zum 80. Geburtstag hat Josef Mayer von seinen Enkeln ein bebildertes Glückwunschplakat geschenkt bekommen.

Einer der ehemals wichtigsten Offiziere im österreichischen Bundesheer wurde 80 Jahre alt.

Seinen 80. Geburtstag hat Josef Mayer daheim gefeiert. Im kleinen Rahmen. Mit der Familie. Und in Zivil. Das gehört dazugesagt, denn der Eberauer war in seinem Berufsleben einer der höchstrangigen Offiziere im österreichischen Bundesheer.

Panzertruppeninspektor

"Ich war der Truppeninspektor für die Panzer des Heeres und für die Militärstreifen", erzählt Mayer. "Ich hatte die Aufgabe, die Panzer in den einzelnen Garnisonen zu inspizieren. Was die Militärstreifen betrifft, war ich in allen Kasernen zwischen Neusiedl und Bregenz unterwegs."

Eingerückt ist Mayer 1957 in das zuvor erst gegründete Bundesheer. Dem Präsenzdienst folgte die Offiziersausbildung an der Militärakademie in Enns und Wiener Neustadt. Bevor der Eberauer im Rang eines Brigadiers zum Panzertruppeninspektor wurde, befehligte er das Jagdpanzerbataillon in Wiener Neustadt und das Panzergrenadierbataillon in Großmittel.

Eberau treu geblieben

Für ein halbes Dutzend Verteidigungsminister war Mayer ein wichtiger Berater. Seine Offizierstätigkeit in Zeiten des Kalten Krieges führte ihn auch nach England, Ungarn und Israel. Seinem Heimatort hat er aber nie Adieu gesagt: "Meine Frau und ich sind seinerzeit in das Haus meiner Schwiegereltern gezogen, und wir haben Eberau nicht aufgegeben, auch wenn wir in Wiener Neustadt oder Großmittel gewohnt haben."

Gattin Theresia ist seit 1961 an seiner Seite. "Wir kennen uns schon von Kindheit an", erzählt die gebürtige Oberbildeinerin.

Geruhsame Pension

Seit Mayer 1999 in Pension gegangen ist, ist Eberau wieder sein Lebensmittelpunkt. "Ich habe als Pensionist begonnen, Mesner in der Kirche zu sein. Außerdem sammle ich Briefmarken, wir haben Wellensittiche, Schildkröten und Katzen, und ich gehe jeden Nachmittag mit Freunden ins Café Crustulum am Hauptplatz", erzählt er. Seinen "Hobby-Weingarten" am Kulmer Berg hat Mayer mittlerweile aufgegeben, die Beine wollen nicht mehr so ganz.

Besonders freut er sich natürlich, wenn die Töchter Jutta und Andrea oder die Zwillingsenkel Julian und Anna zu Besuch kommen. "Zum 80er haben sie mir ein Plakat mit Fotos aus meinem Leben geschenkt", ist Mayer stolz.

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