10.11.2016, 19:33 Uhr

Alle burgenländischen Feuerwehren funken jetzt digital

Bei der Geräteausgabe in Jennersdorf holten alle Wehren aus dem Bezirk ihre neuen digitalen Funkgeräte. (Foto: Bezirkskommando Jennersdorf)

Die Feuerwehren können nun mit allen anderen Einsatzorganisationen direkt kommunizieren.

Kommunikationsmäßig hat für die Freiwilligen Feuerwehren ein neues Zeitalter begonnen. Sie haben vorletzte Woche neue digitale Funkgeräte erhalten, die die alten analogen Geräte ablösen. Im Bezirk Güssing wurden rund 200 Geräte ausgegeben, im Bezirk Jennersdorf an die 150.

"Es ist nicht nur die bessere Verständigungsqualität. Der entscheidende Fortschritt ist, dass alle Blaulichtorganisationen die neuen Geräte verwenden und wir daher mit allen kommunizieren können", erläutert Franz Windisch, Feuerwehrfunkreferent im Bezirk Jennersdorf. Rettung, Polizei, Feuerwehr, Wasserrettung und Christophorus-Hubschrauber können nun in einer gemeinsamen Sprechgruppe funken, diverse Katastrophenhilfsdienste sind zuschaltbar.

Bundesweit eingerichtet

Das verschlüsselte Funksystem für "Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" (BOS) wurde bundesweit flächendeckend eingerichtet. "Um eine typenreine Ausstattung zu gewährleisten, stellt der Landesverband jeder Feuerwehr je ein Handfunk- und ein Fahrzeugfunkgerät gratis zur Verfügung", teilt Landeskommandant Alois Kögl mit.

Land fördert

Der Anschaffungswert je Funkgerät beträgt rund 400 Euro. Finanziert wurden sie über das Land Burgenland aus Katastrophenfondsmitteln. Feuerwehren mit zusätzlichem Bedarf müssen sich weitere Geräte auf eigene Kosten anschaffen.

Die alten analogen Handfunkgeräte können noch weiter verwendet werden. Die Relaisstationen werden allerdings zu Jahresende abgeschaltet, so Windisch.

"Die Feuerwehren sind gut auf die Umstellung vorbereitet", berichtet der Güssinger Bezirksfunkreferent Christian Doczekal. Über 200 Mitglieder seien bereits theoretisch und praktisch in der Bedienung geschult worden.
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