27.10.2017, 07:02 Uhr

Nationalfeiertag mit unserem Präsidenten Alexander Van der Bellen in der Hofburg

Alexander Van der Bellen und Doris Schmidauer

Tag der Offenen Tür in der Hofburg 

Am 26.10.2017 öffnete Alexander Van der Bellen erstmals als österreichischer Bundespräsident die Tore zur Hofburg. Das Interesse war enorm und eine riesige Anzahl von Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt, inklusive dem Burgenland, ist seiner Einladung gefolgt. Er selbst war dabei immer wieder von Menschenmengen umgeben. Zwischendurch war zu hören "Das ist ja wie bei einem Weltstar" oder "Ich habe ihn zwar nicht gewählt, aber mittlerweile habe ich meinen Frieden mit ihm geschlossen". Alexander Van der Bellen selbst blieb im Rummel um seine Person sehr gelassen und nahm sich viel Zeit für Gespräche und Fotos. 

Überraschende Einblicke und Schätze 

Während der Führung durch die prunkvollen Räume der Hofburg kam Spannendes zu Tage.
Das Maria-Theresien-Zimmer ist wohl der bekannteste Platz, in dem der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin Regierungen angelobt sowie Empfänge abhält. Der Raum diente früher als Schlafgemach von Maria Therese und Franz Stephan und enthält heute noch den Schreibtisch der Kaiserin. Der Tisch war allerdings etwas höher als heutzutage üblich, da Schreiben im Stehen verfasst wurden. Insgesamt ist das Maria-Theresien-Zimmer um einiges kleiner, als es im Fernsehen durch die Weitwinkelkameras wirkt. Wenn ein Kabinett angelobt wird, bietet es gerade so viel Platz, dass alle Ministerinnen und Minister auf einen Foto oben sein können. Ein weiterer Höhepunkt war die Steinbildersammlung. Die bunten Gemälde sehen auf den ersten Blick aus, als wären sie mit Ölfarben gemalt. Wenn man sie näher betrachtet, sieht man, dass sie aus geschnittenen farbigen Halbedelsteinen bestehen, die als Mosaik zusammengesetzt sind. Diese Technik wurde als „commesso in pietre dure“ (pietra dura = harter Stein) in den Hofwerkstätten der Medici in Florenz im 16. Jahrhundert entwickelt. In der Wiener Hofburg gibt es die weltweit größte größere Sammlung dieser Steinbilder. Der Trakt hat insgesamt einen langen Gang mit nur einem Ein- und Ausgang. Damit die Bundespräsidenten oder der Bundespräsident in Ruhe arbeiten kann, sind Besichtigungen nur zu bestimmten Zeiten möglich. Das verläuft nicht immer reibungslos. So wurde in der Führung erzählt, dass der ehemalige Kanzler Wolfang Schüssel einmal sogar erbost war, weil er bei Koalitionsverhandlungen auf Menschen getroffen ist, die gerade die Räumlichkeiten besichtigten wollten.

Rede von Alexander Van der Bellen zur Nation 

Am späteren Nachmittag hielt Alexander Van der Bellen seine Rede zum Nationalfeiertag. Er nahm dabei vor allem auch Bezug auf die anstehende Regierungsbildung:

"Es braucht eine exakte Unterscheidung zwischen den Dingen, die verändert werden müssen und den Dingen, die wir in unserem Land als immerwährend sehen: Unsere Verfassung. Unsere Neutralität. Das Beachten der Grund- und Menschenrechte, und der Rechte der Minderheiten. Das klare Bekenntnis zu Solidarität und Empathie, so dass der Stärkere dem Schwächeren hilft. Ein klares Ja zur europäischen Zusammenarbeit.“ Diese Werte stünden außer Streit und seien „Fundament unserer Republik und unseres Zusammenlebens“, so Van der Bellen, der zudem betonte: „Auf dieser Grundlage, und nur auf dieser Grundlage, sollten wir uns den Dingen widmen, die zweifellos verändert und verbessert werden müssen“. 

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Weitere Infos
Rede von Alexander Van der Bellen an die Nation am 26.10.2017
Virtuelle Tour durch die Hofburg 
Alexander Van der Bellen auf Facebook 
Webseite des Bundespräsidenten 
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