Landesinnungsmeister Metalltechnik
Dollinger: „Die Liquidität der Unternehmen sichern"

Landesinnungsmeister der Metallbautechniker Christian Dollinger fordert rasches Handeln von der Politik.
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Um wieder erfolgreich durchstarten zu können brauchen Unternehmer jetzt schnelle Verfahren und gesetzliche Regelungen bei Akontozahlungen. Liquidität ist das Schlagwort für Christian Dollinger – Landesinnungsmeister der Metallbautechniker.

TIROL. Öffentliche Auftraggeber spielen eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, die heimische Wirtschaft zu stärken. Um Auftragslücken und Liquidität der Unternehmen zu sichern würde es helfen, wenn schnelle Verfahren und schnelleres Zahlen an Unternehmer vorangetrieben wird, weiß der Landesinnungsmeister Christian Dollinger, der zusammen mit Marco Pfeifer einen Schlosserei-Betrieb in der Gemeinde Volders führt.

Aufträge öffentliche Hand

Die Coronakrise hat die Metaller-Branche in mehreren Bereichen hart getroffen. Zum einen mussten viele Zulieferer die stark von Ausfällen betroffen sind, ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken und zum anderen sind viele von den Förderungen abhängig. Die einhergehende Antragstellung und Abwicklung der Kurzarbeit wurde zusätzlich zur großen Herausforderung für die Unternehmen. Hart getroffen hat es vor allem die Betriebe der Metalltechnikbranche, die als Lohnfertiger für große Industriebetriebe arbeiten, wie der Fachgruppenobmann bekannt gibt. „Viele Firmen sind schon lange in ihren Aufträgen besonders aus der öffentlichen Hand abhängig. Aufgrund der großen Vorleistungen bei den Aufträgen, ist es für Unternehmer sehr schwer die Liquidität zu halten", erklärt Dollinger. Die Vorleistungen, in die jeder Betrieb gehen muss, sind enorm und sind eine hohe Belastung. Planung, Lieferanten, Mitarbeiter und auch die Produktion müssen ohne Verzögerung bezahlt werden und dafür ist Liquidität absolut unumgänglich. „Wichtig ist, dass sich öffentliche Auftraggeber jetzt nicht zurückhalten. Alle Aufträge die geplant waren, sollten auch umgesetzt werden, um die Wirtschaft weiter anzutreiben. Es wäre ein Fehler,
wenn hier irgendwelche Einsparungen getroffen werden", betont Dollinger. Erfüllungsgarantien bei Antritt eines Auftrages sind für ihn in vielen Bereichen auch überzogen und setzt viele Betriebe unnötig unter Druck. Als Vorschlag empfiehlt er, dass bei Arbeitsbeginn 30 Prozent Akontozahlungen erfolgen sollten. Dadurch könne man verhindern, dass gerade in schwierigen Zeiten finanzielle Engpässe entstehen. Was die Zahlungssituation betrifft, wäre es Dollinger wichtig, dass Unternehmen nicht zu lange auf ihr Geld warten. „Hier sollte man schneller reagieren. Wenn heute ein Unternehmer schnell und sauber seine Arbeit macht, dann soll er auch schnell sein Geld bekommen." Nicht selten warten nämlich Firmen bis zu einem halben Jahr, auf ihr Geld.

Lehrlinge gesucht

Jugendliche, die im Herbst eine Lehre anstreben, werden vor allem in der Metalltechnik-Branche fündig. Laut Dollinger fehlen nämlich in den Tiroler Betrieben über 250 Lehrlinge. „Metalltechniker ist ein Beruf mit Zukunft. In unserer Branche werden derzeit quer durch die Bank Lehrlinge gesucht." Seiner Ansicht nach sind in diesem Bereich Optimierungen absolut notwendig, um den Metall-Bau-Beruf aufzuwerten und attraktiver zu machen. Hier möchte der Fachgruppenobmann den Beruf Metalltechniker stärken und unter anderem den Ausbildungsbereich optimieren, um den Facharbeitermangel entgegenzuwirken.

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Autor:

Michael Kendlbacher aus Hall-Rum

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