08.10.2013, 10:47 Uhr

 „Hl. Bruder aus Tirol“ seliggesprochen

Thomas von Olera, der in Innsbruck wirkte (Anfang 17. Jh.), wurde vor kurzem in Bergamo seliggesprochen. (Foto: Foto: Kapuziner Österreich)

Bettelbruder und Mystiker: Der Kapuziner Thomas von Olera wurde kürzlich seliggesprochen.

(dibk). Seit 21. September gibt es einen neuen seligen Kapuziner: Thomas von Olera. In Bergamo geboren, lebte er von 1563 bis 1631 unter anderem in Rovereto, Padua, Wien und vor allem in Innsbruck. Thomas ging 50 Jahre lang als Bettelbruder von Haus zu Haus. Zu den Menschen, die er seelsorglich begleitete, zählten einfache Leute genauso wie Habsburgs Hochadel. Seine Zeitgenossen schätzten ihn als Mystiker. Seine Schriften gehörten zu dem Letzten, das sich Papst Johannes XXIII. am Sterbebett vorlesen ließ. Das Zitat „Einfachheit gefällt Gott besser“ stammt von Thomas selbst – und beschreibt gleichzeitig Leben und Werk des neuen Seligen. In seiner Hauptwirkungsstätte, der Kapuzinerkirche Innsbruck, befindet sich sein Grab.
Bischof Manfred Scheuer, Konzelebrant bei der Seligsprechung im italienischen Bergamo, über den neuen Seligen: „Liebe ist heute ein ziemlich verbrauchtes und auch missbrauchtes Wort. Thomas sucht gegen den damaligen und heutigen Zeitstrom die reine, selbstlose Liebe. Diese Liebe befreit ihn von jeder Angst und macht ihn frei. Und er provoziert mit der Lehre, mehr noch mit seinem Beispiel, dass Gott um seiner selbst geliebt werden kann.“
Zum feierlichen Abschluss wurde am vergangenen Samstag in der Kapuzinerkirche in Innsbruck u.a. mit Mauro Jöhri, Generalminister des Kapuzinerordens, und Bischof Manfred Scheuer eine Dankmesse gefeiert.
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