Obstverarbeitung
Köstlicher Saft bis zum letzten Tropfen

<f>Mit Spass</f> presst das Team das Gitschtaler Obst: Udo und Heide Philippitsch mit Helga und Hans-Jürgen Pradella (re.)
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  • <f>Mit Spass</f> presst das Team das Gitschtaler Obst: Udo und Heide Philippitsch mit Helga und Hans-Jürgen Pradella (re.)
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Sie rollen über eine Holzrinne in ein letztes Wasserbad und eine Art Aufzug mit Schaufeln transportiert Äpfel oder Birnen in den Trichter, in dem sie zu Obstmus zerquetscht werden.

WEISSBRIACH (nic).  "Mein Vater hat die Obstpresse 1954 in Stockerau gekauft und in abenteuerlicher Fahrt durch Besatzungszonen ins Gitschtal transportiert," erinnert sich Udo Philippitsch. Mit dem Nachbarn baute er auf seinem Grund einen Keller und ein kleines, stabiles Gebäude, ein Haus für die mächtige Presse sozusagen. Bis heute bringen die Menschen vor allem ihre geklaubten Äpfel gern zwischen Ende September und Ende Oktober dorthin und dank des unermüdlichen Einsatzes von Udo Philippitsch und seiner Frau Heide sowie einem benachbarten Ehepaar, entsteht aus den Früchten köstlicher Saft.

Gute Ausbeute

Die Literzahl liegt im vierstelligen Bereich. "Die ersten Äpfel, die uns gebracht wurden, waren eher trocken. Danach waren sie extrem saftig und jetzt geht die Ernte in jeder Hinsicht zur Neige," erklärt Udo Philippitsch. "Sobald die Apfelstile am Baum verholzen, ist Zeit." Und seine Frau ergänzt: "Viele lassen sich den Saft von uns in Flaschen füllen oder in Tetrapacks und nehmen ihn mit, manche bringen ihre Fässer mit und machen daraus Most." Das Verarbeiten der Äpfel in der Gitschtaler Obstpresse erfolgt nach Anmeldung und gegen einen Kilobeitrag. Damit der Saft zwei Jahre haltbar ist, wird er vor der Abfüllung erhitzt und pasteurisiert. Für Zuschauer, vor allem für Kinder, ist die Obstpresse spannend. Allerdings ist die Sicherheit sehr wichtig, deshalb darf hier keiner selbst Hand anlegen. Die Saftpresse, die inzwischen mehr als 60 Jahre alt ist und in Teilen schon "renoviert" wurde, macht viel Lärm.

Goldener Saft

Mit Hilfe von gelochten Holzbrettern und Rahmen sowie groben Tüchern entsteht ein Turm mit dem groben Obstmus, das aus der Mühle fällt. Schicht für Schicht stapeln die Mitarbeiter Helga und Hans-Jürgen Pradella den Apfelturm. Dabei läuft bereits Saft aus, der über einen Überlauf in Eimer fliesst. Hat der Stapel die richtige Höhe, kann das Unterteil der Maschine gedreht werden. Dann startet mit extremem Druck der eigentliche Pressvorgang auf der anderen Seite. Der Saft gelangt über einen Schlauch in die Behälter außerhalb des Gebäudes. Die Saftausbeute pro Kilo Äpfel liegt bei 60 bis 70 Prozent. Übrig bleibt nur eine Art Trester, den die Bauern dann trocken unter den Mist mischen.

Daten und Fakten

Name: Udo und Heide Philippitsch
Ort: Weißbriach/Gitschtal
Produkte: Apfel- o. Birnensaft, Weiterverarbeitung zu Most, Most- und Weinverkauf
Betrieb: in der Obstpresse von Ende September bis Ende Oktober
Obstpressen im Gailtal: u. a. in Weißbriach, Kötschach-Mauthen

Autor:

Nicole Schauerte aus Villach Land

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