Hilfsprojekt
Spinika, der Brunnen und eine neue Schule

Marie und Spinika (rechts) trafen sich erstmals in Kenia
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  • Marie und Spinika (rechts) trafen sich erstmals in Kenia
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Wer treibt innerhalb eines Jahres 13.000 Euro für ein Projekt in Afrika auf? Es ist Iris Stephan aus Hermagor.

HERMAGOR (lexe). 2017 erhält Iris Stephan die Diagnose Krebs. Zur Behandlung von Brust- und Knochenkrebs steht die Chemotherapie bevor. Da entschließt sich die gebürtige Deutsche erst noch einmal in Urlaub zu fliegen, nach Kenia. Dort, nahe dem Touristenort Malindi, entdeckt sie eine Schule, die dringend Unterstützung benötigt. Da denkt sich Iris Stephan einfach: "Ok, es ist Zeit wieder einmal ein Projekt in Angriff zu nehmen"!

Hilfe für Hawaa-Schule

Von Afrika kehrt Stephan am 16. November 2017 zurück, beginnt am 25. November mit der Chemo und ist am 30. Obfrau eines bei der BH eingetragenen Vereines namens "Hawaa Junior School". Sie erzählt jedem, den sie trifft, von der Schule, schreibt "Whats App"-Nachrichten und hat bis Weihnachten 2017 so viel Geld zusammengesammelt, dass im Jänner 2018 ein Fußboden betoniert wird, ein zusätzlicher Raum gebaut und eine Schulköchin eingestellt werden kann. Ein neues Dach, an dem die Papas der Schüler kräftig mitgebaut haben, Schulbänke, Schulbücher inklusive.

Schulpaten gesucht

Die Kinder in Malindi gehen immer drei Monate lang zur Schule und pausieren ein Monat. Nach jedem Quartal werden die vier besten Schüler der Hawaa Junior School mit einer Medaille ausgezeichnet. Für ihren Fleiß und ihre gute Leistung erhalten sie eine neue Schuluniform und das Schulgeld für weitere drei Monate. Das Schulgeld für ein Monat kostet 15 Euro. Iris Stephan sucht daher "Schulgeld-Paten".

Ein Spielplatz

Über ihren Einsatz in Afrika hat Iris Stephan unverdrossen lebenslustig beinahe den Krebs vergessen! "Alles verlief so positiv in Kenia. Mir ging es so gut, ich habe mich um den Krebs gar nicht gekümmert". Ruhe geben? Gibt`s nicht bei Iris Stephan. Als Nächstes stand der Plan eines Toilettenhauses am Plan und als sie im April 2018 wieder zur Hawaa Junior School reist, wird auch noch ein Spielplatz gebaut. "Es ist Hilfe zur Selbsthilfe", erklärt sie den Grundgedanken ihres Hilfsprojektes. Die große Eröffnungsfeier findet genau an Stephans 50. Geburtstag statt!

Marie und Spinika

"Ich wollte unbedingt in Kenia ein Konto haben", berichtet Stephan. Dabei lernt sie den jungen Bankangestellten Albert kennen und durch Zufall finden die beiden heraus, das Tochter Marie und Alberts Schwester Spinika, beide schwerst beeinträchtigt, die gleiche seltene Chromosomenstörung haben. "Da war mir klar, das Mädchen müssen wir besuchen!". Mit Tochter Marie (27) reist Iris Stephan ins Hinterland von Kenia, in ein Dorf, in das sich noch kein Tourist verirrt hat und ein beeinträchtigtes Mädchen "nutzlos" ist.

Der Brunnen

Im Dorf ist die Neugier auf die Fremden groß, die nur wegen Spinika die Reise unternommen haben. "Die beiden Mädchen hatten so viel Spaß miteinander", erinnert sich Mama Iris gerührt an den besonderen Tag. Spinikas Familie sorgt für sie so gut es geht, ist aber so arm, dass sie sich die Windeln für die Tochter nicht leisten können und im Dorf gibt es keinen Brunnen! Wäsche waschen, Kochen sind hier keine einfache Sache. Die Familien im Dorf müssen einen langen, hügeligen Weg zur nächsten Wasserquelle bewältigen um für den täglichen Wasserbedarf zu sorgen. Da beschließt Iris Stephan einen Brunnen zu bauen, den "Spinika-Brunnen". Dafür ändert sich der Vereinsname in "New Horizon Kenya", sammelt Stephan Spenden, denn Baustart soll im März 2019 sein.

Spendenkonto:

Raiffeisenbank Hermagor
Kontoname: New Horizons Kenya
Iban: AT81 3954 3000 0010 8738

Autor:

Conny Lexe aus Hermagor

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