Integration: Service für Migranten ab Oktober

HERZOGENBURG (jg). "Steuerverschwendung pur", sagte Stadtrat Wolfgang Schatzl in der letzten Sitzung des Herzogenburger Gemeinde- und Stadtrates zum Thema Integrationsservicestelle. Das Geld für diese solle laut dem Freiheitlichen lieber an Hochwasseropfer oder Bedürftige gespendet werden. Die Mehrheit der Räte war allerdings anderer Meinung und entschied, eine Integrationsservicestelle in Herzogenburg vom Verein "menschen.leben" einrichten zu lassen. Kürzlich kündete dieser auf seiner Website an, die Stelle ab Oktober zu betreiben. Es sei "ein großes interkulturelles Fest geplant, bei dem die Stelle feierlich eröffnet wird". Vorausgegangen war der besagten Sitzung die Idee zur Realisierung einer entsprechenden Einrichtung und ein Wettbewerb vonseiten des Landes, bei dem die Servicestelle überzeugen sowie eine Förderung von 5.000 Euro lukrieren konnte.

"Herbeigeredete Probleme"

Notwendig sei die Servicestelle laut Richard Waringer nicht etwa aufgrund wiederkehrender Probleme zwischen der Mehrheitsbevölkerung und Menschen mit Migrationshintergrund, für die der Beauftragte für Integration das Adjektiv "herbeigeredet" findet. Vielmehr gebe es "Angelegenheiten", die nicht Aufgabe eines politischen Mandatars, also nicht direkt Waringers Tätigkeitsfeld seien. "Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern suchen uns lieber einen kompetenten Partner", beschreibt der SP-Gemeinderat den Gedanken, auf dem die Auslagerung mancher Aufgaben an "menschen.leben" basiert. Der Verein wird demgemäß ab Oktober Menschen mit Migrationshintergrund zwei Mal pro Woche bei Themen wie Wohnen, Arbeit, Familie und Gesundheit beraten. Denn "manche wissen einfach nicht, wie etwa das Schulsystem in Österreich funktioniert", sagt Waringer über simple Probleme, auf die Migranten im Alltag treffen.

"Hilfe zur Selbsthilfe"

Derartige Schwierigkeiten, die oft nur auf mangelnder Information beruhen, sollen mit der Servicestelle aus dem Weg geräumt werden, indem etwa "Hilfe zur Selbsthilfe" geleistet, Kulturvernetzung betrieben und somit Integration ermöglicht werde. FP-Stadtrat Schatzl ist von diesen Zielen auch knapp sieben Wochen nach der Gemeinderatssitzung nicht überzeugt. Beschwichtigende Worte waren ihm dennoch zu entlocken: "Man muss schon in eine gewisse Richtung etwas machen", sagt er im Gespräch mit den Bezirksblättern. Denn man dürfe nicht alle in einen Topf werfen.

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