Jahresrückblick 2024
Gars am Kamp
Mit einem Weihnachtsgruß wendet sich Martin Falk an seine Gemeinde. Ein ereignisreiches Jahr ist vorüber. Im neuen Jahr gilt es, die geplanten Großprojekte umzusetzen.
GARS AM KAMP. Ein Hochwasser und viele Vorhaben prägten das Jahr 2024 der Gemeinde. Im Folgenden ein Überblick:
Neubau der Kläranlage
Nach 40 Jahren wird die Garser Kläranlage erneuert. Zur Reinhaltung unseres Kamps wurde schon in den 80er Jahren die Kläranlage Gars errichtet. Sie wurde für 8.000 Einwohner ausgelegt und hat nun fast ihre Belastungsgrenze erreicht. Nach jahrzehntelangem Betrieb der Anlage entspricht diese nicht mehr dem Stand der Technik. Aufgrund der alten Bauweise emittiert die Anlage u.a. Methan, das als Treibhausgas zehnmal wirksamer ist als CO₂.
Ein dringend notwendiger Neubau
Obwohl in den Erhalt der Bauwerke immer wieder investiert wurde, sind diese und deren maschinelle sowie elektrotechnische Ausrüstung ans Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Um einen zeitgemäßen Gewässerschutz sicherzustellen, wird die Kläranlage durch einen Neubau komplett erneuert und auf den neuesten Stand der Technik angepasst.
- Die hohen Mauern der Kläranlage dienen auch dem Hochwasserschutz.
- Foto: Gemeinde Gars
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Hohe Kosten, die sich rentieren
Aufgrund gestiegener Baukosten und des Ausbaus in zwei Phasen, der mit vielen Provisorien, beengten Platzverhältnissen und einem schwierigen Baugrund verbunden ist, rechnet die Gemeinde nach er ersten Grobkostenschätzung mit Gesamtkosten von etwa 6,6 Millionen Euro. Davon gewährt das Land über den Niederösterreichischen Wasserwirtschaftsfond einen Zuschuss von rund fünf Prozent. Die Bundesförderung beträgt rund zwanzig Prozent der Investitionskosten. Dieses zukunftsweisende Projekt soll sicherstellen, dass der Kamp auch zukünftig ein sauberes Gewässer bleibt.
- Gesamtansicht der geplanten Kläranlage aus der Vogelperspektive.
- Foto: Gemeinde Gars
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Neues Haus für unsere Wehr
Ein weiteres Großprojekt steht in den Startlöchern:
Die neue Feuerwehrzentrale an der Schillerstraße wird auf dem ehemaligen Buhl-Areal an das alte Feuerwehr-Gebäude angeschlossen.
Die Gebäudeplanung
Ein neuer dreigeschoßiger Trakt (wo früher die Büroräume der Fa. Unfried waren) wird in Massivholzbauweise ausgeführt. Hier ist die Einsatzzentrale untergebracht. Auch bietet dieser Bereich Platz für die Verwaltung, die Mannschaftsräume, Garderoben sowie Sanitärräume für Damen und Herren. Der Verwaltungstrakt beherbergt auch eine Abteilung für die Atemschutzgeräte, einen Meetingraum sowie Möglichkeiten, Schulungen abzuhalten.
- Der geplante Neubau des Feuerwehrhauses.
- Foto: Gemeinde Gars
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Mit dem Neubau stehen endlich auch eigene Räumlichkeiten für unsere Feuerwehrjugend und die Kinderfeuerwehr zur Verfügung, freut sich Feuerwehrkommandant René Gigl mit der Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Gars am Kamp.
Kostenplanung
Die Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses mit einer verbauten Fläche von 1.339 m² werden mit 4,6 Millionen Euro veranschlagt, die sich das Land Niederösterreich, die Marktgemeinde Gars und die Feuerwehr Gars teilen.
Nach Hochwassererhebungen enorme Schäden festgestellt
Das September-Hochwasser hat in der Großgemeinde Gars am Kamp in 56 Haushalten – privaten wie betrieblichen – immensen Schaden angerichtet.
„Das entspricht einer geschätzten Schadenssumme von 1,1 Millionen
Euro“
, war die Bilanz des Garser Bürgermeister Ing. Martin Falk zum Hochwasserereignis, das Mitte September ganz Gars in Atem gehalten hat. In dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt sind gemeindeeigene Anlagen wie etwa das Garser Freibad, die Wasserbeseitigungs- und Freizeitanlagen und auch das Wegenetz entlang des Kamps.
- Die Hochwassersituation beim Schwimmbad.
- Foto: Gemeinde Gars
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Der Bürgermeister wies auch darauf hin, dass die heurige Schadenssumme nicht vergleichbar sei mit jener des Hochwasserereignisses von 2002.
„Aus
den damaligen Erfahrungen haben wir alle gelernt und konnten uns in der gesamten
Gemeinde besser auf die Situation einstellen. Heuer sind wir mit einem
blauen Auge davongekommen“
Das ist vor allem auch dank des überlegten und koordinierten Vorgehen der Einsatzkräfte und der vielen Helferinnen und Helfer geschehen.
„Wir in Gars sind sofort zusammengeruckt – ohne groß abzuwägen, haben wir im Kampf gegen
das Hochwasser die Reihen geschlossen. So geht das in Gars. Ein großes Danke an alle!“
- Die Auswirkungen des Hochwassers betrafen wieder etliche Bewohner.
- Foto: Gemeinde Gars
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Oper BURG GARS. Ein Saisonrückblick
Auf eine erfolgreiche Premierenspielzeit 2024 kann Intendant KS Clemens Unterreiner erfreut zurückblicken.
„Aller Anfang ist schwer und viele Entwicklungsschritte brauchen einfach ihre Zeit, aber gemeinsam mit einem höchst engagierten Team haben wir in der neuen Oper BURG GARS bereits in der ersten Saison unglaublich viel bewegen und zum Positiven verändern können“
, zieht der Intendant positiv Bilanz über sein erstes Jahr in Gars am Kamp.
- In einer schönen Kulisse musikalische Höhepunkte erleben. Dafür steht die Nurg Gars.
- Foto: Alexander Ch. Wulz
- hochgeladen von Nicole Kaspar
Eine erfolgreiche Saison
Ende September ist die Premierensaison von Clemens Unterreiner als neuer künstlerischer Leiter der Opernbühne des Waldviertels mit einem Erfolg auf allen Ebenen zu Ende gegangen – eine Saison, die von visionären Neuerungen, einem umfassenden Programm voller Highlights und Top-Qualität in jeder Hinsicht geprägt war. Mit Donizettis „L’elisir d’amore – Der Liebestrank“ wurde erstmals in der Geschichte der Oper BURG GARS ein Belcanto-Stück auf den Spielplan gesetzt.
- Die beeindruckende Lichtkulisse der Garser Oper für Donizettis Elesir d´ amour.
- Foto: Alexander Ch. Wulz
- hochgeladen von Nicole Kaspar
Neues zu wagen zahlt sich aus
Ein gewisses Risiko angesichts der Spektakel-Ausrichtung führender Opernfestivals in Österreich, das sich allerdings mehr als bezahlt gemacht hat, wie Intendant Unterreiner verrät:
„Unser Liebestrank traf als Sommeropernhit mit italienischem Flair auf großes Publikumsinteresse, was bereits im ersten Jahr zu einer sehr erfreulichen Steigerung der Auslastung gegenüber dem Vorjahr geführt hat. Diesen erfolgreichen Trend werden wir mit La Traviata 2025 fortsetzen!“
Das Publikum darf sich auch 2025 wieder auf eine spannende wie abwechslungsreiche Spielzeit freuen.
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