So sauber sind die Badegewässer im Bezirk Horn

Bergwerksee Langau
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Die gute Nachricht: Der Bergwerksee Langau ist bereits über 25 Grad Celsius warm, erfreut mit ausgezeichneter Wasserqualität. Ebenso der inzwischen fast 26 Grad Celsius warme Badeteich in Horn kann mit Genuss zum Schwimmen und Planschen genutzt werden.
Einzig der Edlerseeteich in Geras hat nicht die Bestnote erhalten, lädt aber mit dem Prädikat "gute Wasserqualität" auch zum unbedenklichen Badespaß ein.
Immer noch wird das beliebte Badegewässer als Fischteich genutzt. Seit 2013 wurde der Edlseeteich ausgezeichnet bewertet.

Diffuse Quellen:

Mikrobiologische Verschmutzungen aus diffusen Quellen sind aufgrund der Beschaffenheit des Einzugsgebiets (überwiegende Bewaldung, geringe Anteile mit Landwirtschaft und Besiedelung) grundsätzlich möglich. V.a. bei starken oder lang anhaltenden Niederschlägen kann es infolge von Abschwemmungen zu erhöhten Belastungen kommen.
Oberflächenwasserkörper im Einzugsgebiet:
Im Einflussbereich des Badegewässers Edlseeteich wurden keine Oberflächenwasserkörper festgestellt die eine Verschmutzungsquelle hinsichtlich mikrobiologischer Quellen, Schadstoffe oder Nährstoffe sein könnten.

Höhere Wassertemperaturen sind nicht nur angenehm für den Menschen, auch Wasserschnecken können sich darin besser vermehren - und in den Wasserschnecken auch Zerkarien, mikroskopisch kleine Parasiten, die beim Menschen zu Juckreiz und Ausschlag führen können, zur so genannten Badedermatitis.

Zerkarien (Gabelschwanzlarven) sind Larven von Saugwürmern. Sie entwickeln sich in Wasserschnecken und werden anschließend in großer Menge ausgeschieden. Sie kommen sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser, hauptsächlich im seichten Uferbereich, vor. Im Wasser überleben sie nur einen Tag, sie müssen daher schnell in Wasservögel gelangen, um ihren Entwicklungszyklus abschließen zu können. Menschen werden nur „unabsichtlich“ befallen, die Parasiten sterben in der Haut schnell ab. Dabei können sie aber eine Immunreaktion auslösen, die zu Juckreiz und Hautausschlägen, der Badedermatitis führt.

Die erstmalige Infektion verläuft oft asymptomatisch (= ohne Krankheitszeichen) und bleibt unentdeckt. Wenn Symptome auftreten, sind diese meist mild und rasch abklingend. Wird ein Mensch aber mehrmals von Zerkarien befallen, kann es zu teils heftigem Juckreiz, Rötung und Quaddelbildung kommen. In den meisten Fällen klimgt die Badedermatitis nach ein bis maximal zwei Wochen ab.

Das Vorkommen von Zerkarien bedeutet nicht, dass die Wasserqualität schlecht wäre. Es müssen geeignete Wasserschnecken vorhanden sein, damit es überhaupt zur Ausbildung von Zerkarien kommt. In Österreich wurde das Vorkommen der Badedermatitis erstmals Ende der 1960-er Jahre beschrieben; seitdem sind in allen Bundesländern in einzelnen Gewässern Zerkarien in Verbindung mit Fällen von Badedermatitis dokumentiert worden. Gechlortes Wasser, z. B. in einem öffentlichen Schwimm- oder Freibad, stellt kein Risiko für eine Badedermatitis dar.

Vorsicht, wenn die Algen blühen

An Badestellen herrscht meist Hundeverbot. Wenn es heiß ist, gönnen HundehalterInnen ihren Vierbeinern aber auch gerne eine Abkühlung. Bei manchen Tümpeln, Teichen usw. ist aber Vorsicht geboten: Bei hohen Wassertemperaturen kann es zu einer raschen Vermehrung von Cyanobakterien kommen, der sogenannten „Algenblüte“. Cyanobakterien können Toxine (Gifte) bilden die für Hunde tödlich sein können, z. B. wenn sie sich die Algenblüten aus dem Fell lecken. Eine Gefahr stellt auch das verrottende „Blütenmaterial“ am Ufer dar, welches manche Hunde fressen.

Cyanobakterien, umgangssprachlich „Blaualgen“ genannt, sind keine echten Algen, sondern Bakterien und natürliche Bestandteile von Oberflächengewässern. Vor allem in überdüngten Gewässern können sie sich massenhaft vermehren. Anzeichen für Cyanobakterien im Wasser sind:

bläulich-grüne Trübung des Wassers

Schlierenbildung

„Algenteppiche“ an der Wasseroberfläche („Erbsensuppe“)

eingeschränkte Sichttiefe von weniger als 1 Meter.

Bei Verdacht, dass ein Gewässer eine Anhäufung von Cyanobakterien zeigt, können Wasserproben bei der AGES auf Cyanobakterientoxine kostenpflichtig untersucht werden.

Autor:

Simone Göls aus Krems

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