28.05.2017, 08:32 Uhr

ÖVP: Sonderschulen müssen bleiben. Eltern wollen Wahlfreiheit

Eltern und Pädagogen wie Maria Nagl und Karin Hauer wollen weiterhin die Sonderschulen. Landtagsabgeordneter Jürgen Maier, NÖAAB-Bezirksobfrau Manuela Ebner-Gruber und Stadträtin Maria van Dyck unterstützen sie mit Unterschriftslisten.
 (Foto: Herbert Gschweidl)
BEZIRK. Für Eltern und auch den Lehrern von betroffenen Kindern ist völlig klar: „Wir wollen Wahlfreiheit und sind vehement gegen die Schließung der Sonderschulen!“. Damit lehnen sie Überlegungen von SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmied ab, die bis 2020 alle Sonderschulen abschaffen und die betroffenen Schüler im Regelunterricht „inklusiv“ unterrichten will.
 Karin Hauer, Direktorin des Sonderpädagogischen Zentrums in Horn ist hier ganz deutlich einer Meinung mit betroffenen Müttern wie etwa Maria Nagl: „Das steht klar gegen die jetzt vorhandenen und individuellen Betreuungsmöglichkeiten. Kinder mit erhöhtem Lernbedarf machen in Sonderschulen viel größere Fortschritte als in Schulen, wo dann weder die entsprechenden Lehrer noch die notwendigen Ressourcen vorhanden sind.“
NÖAAB-Bezirksobfrau Manuela Ebner-Gruber, selbst Direktorin zweier Volksschulen, und Landtagsabgeordneter Jürgen Maier unterstützen diese Forderungen: „Wir betreiben weder Panik noch wollen wir Angst machen, wir wollen nur rechtzeitig warnen. Wir sind klar gegen zentralistisch gesteuerte Modelle, wo wieder die Kinder benachteiligt werden bzw. die Interessen der Eltern auf der Strecke bleiben. Wer diese Forderung des NÖAAB unterstützen will, ist gerne eingeladen die entsprechenden Unterschriftslisten zu unterzeichnen. Auf alle Fälle werden wir auf Landesebene diese berechtigte Forderung der Eltern und Lehrer vertreten.“ Auf der Homepage des NÖAAB www.noeaab.at können Interessierte online unterschreiben, die entsprechenden Listen gibt es auch in der ÖVP-Bezirksgeschäftsstelle Horn, Puechhaimgasse 3. Tel. 02982/2407.
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