"Das Inntal summ" heißt die von sieben Gemeinden getragene Bepflanzungs-und Bestäubungsoffensive

Einige der Projektpartner im zukünftigen Gemeindepark von Silz, der zur Hälfte Blühfläche wird.
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  • Einige der Projektpartner im zukünftigen Gemeindepark von Silz, der zur Hälfte Blühfläche wird.
  • hochgeladen von Petra Schöpf

SILZ. "Früher war eine Autofahrt ein Garant für dreckige Scheiben schon nach wenigen Kilometern, heute kann man von Silz nach Wien fahren, hat man vielleicht zehn Insekten getötet", bringt Gisela Egger von der Klima-und Energiemodellregion Imst das Thema auf den Punkt. Bei der Projektpräsentation von "Inntal summt" in Silz wurde bald klar, alle Beteiligten haben bereits immens viel unentgeldliche Vorarbeit geleistet und viel Herzblut hineingesteckt. 
Die grundlegenden Fakten sind schnell erklärt, doch nicht weniger schockierend. 
Fakt ist, Insekten und Bienen sind teilweise stark bedroht und für die Bestäubung von zum Beispiel Obstbäumen unerlässlich. Weiters ist es ein Irrglaube, dass alle Blumen und Blüten für die Insekten Nahrungslieferanten sind. Ein Balkon voller Geranien ist zwar schön anzuschauen, nicht mehr und nicht weniger. Vielen HobbygärtnerInnen fehlt das Wissen, dass vorrangig heimische Pflanzen von den Insekten benötigt werden und vor allem welche das sind. So hatte Imker Maximilian Gritsch aus Silz den Wunsch und das Ziel, einige Flächen in seiner Heimatgemeinde als Blühstreifen in das Landschafts-und Dorfbild zu zaubern und die Bevölkerung und Gartenbesitzer besser aufzuklären. Dieser Vorschlag fiel bei Teamleiter Markus Heinz und seinem Energieteam auf fruchtbaren Boden. Bestens vernetzte Bahnen legten eine Zusammenarbeit mit Manuel Flür vom Regionalmanagement Imst nahe, wodurch weitere sechs Gemeinden mit an Bord geholt werden konnten. In Stams, Mötz, Silz, Haiming, Roppen, Obsteig und Mieming werden bereits Flächen wie Kreisverkehre, Verkehrsinseln, Straßenböschungen, aber auch Gemeindegrundstücke mitten im Dorf ausgesucht, um als Insekten-Naherholungsgebiet umgerüstet zu werden. Die Anforderungen an die Gemeinden sind mit einer Mindestgröße von 150 Quadratmetern und gemeinsam gestemmten 60.000 Euro klar definiert. Da es sich um ein LEADER-Projekt des Regionalmangement handelt, kann eine Förderung von bis zu 75 Prozent erwartet werden. Ein Experte wird den Gemeinden zur Seite stehen, darüberhinaus wird es notwendige Informationsveranstaltungen und Workshops, ausgearbeitet von Fachleuten des Obst-und Gartenbauvereins, des Tiroler Bildungsforums und der Tiroler Umweltanwaltschaft, für den privaten Gartenbesitzer geben. Wertvoll für die fruchtbringende Initiative ist die Zusammenarbeit mit Obst- und Gartenbauvereinen, die mit  Bezirksobmann Josef Stocker einen Verfechter des Projektes an der Spitze haben. "Thujen und englischer Rasen prägen viele Gärten, bei den Workshops wollen wir aufklären und Alternativen schmackhaft machen. Mann wolle aber niemanden Zwangs bekehren oder gar mit erhobenem Finger aufzeigen. Jeder kann in seinen Garten setzten was er will, aber vielleicht passt daneben noch ein oder zwei heimische Blümchen," so Stocker. In den nächsten eineinhalb Jahren soll das Inntal schon vermehrt "summen", wenngleich eine längerfristige Planung und Umsetzung letztendlich günstiger und von Dauer sein wird. In fünf Jahren sollen alle Flächen so weit gebracht werden, dass beinahe kein menschliches Zutun mehr notwendig sein wird.

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