Nachruf: Ehrenringträger Karl Hofer verstorben

OSR Karl Hofer mit seiner Ehefrau und "Mitarbeiterin" Helene.
  • OSR Karl Hofer mit seiner Ehefrau und "Mitarbeiterin" Helene.
  • Foto: Foto: M. Wegleiter
  • hochgeladen von Stephan Zangerle

HAIMING. Karl Hofer wurde am 1. Februar in Innsbruck geboren. Schon in jungen Jahren entdeckte er seine Verbundenheit zur Natur und zum Leben auf dem Lande. Er besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck und wurde im Jahre 1941 zum Wehrdienst eingezogen. Im September 1945 wurde er aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen.

Seine erste Lehrerstelle trat er in Aldrans an, später unterrichtete er acht Jahre an der Volks- und Hauptschule in Telfs. Schon damals engagierte er sich ehrenamtlich, so zum Beispiel als Sänger beim Kirchenchor, Mitglied der Bergwacht, Leiter einer Pfadfindergruppe und als freiwilliger pädagogischer Mitarbeiter beim SOS-Kinderdorf - dort lernte er auch seine spätere Frau Helene kennen, mit der er drei gemeinsame Kinder hatte.

Im Anschluss an seine Zeit als Direktor der Volksschule Niederthai kam Karl Hofer 1964 nach Haiming. Dort wirkte er sechzehn Jahre lang als Direktor der Volksschule. Nach seiner Pensionierung widmete er sich seinen vielfältigen Hobbys, wobei die Chronikarbeit und das Fotografieren wohl die meiste Zeit beanspruchten. Auf Anregung vom damaligen Landesarchivdirektor Hofrat Dr. Eduard Widmoser baute Karl Hofer die Haiminger Chronik auf. Als ausgezeichneter Fotograf und geübter Entwickler gelang es ihm eine beeindruckende Bildchronik anzulegen. Weitere Projekte folgten, so das erste Haiminger Tonarchiv. Hofer agierte siebzehn Jahre als Bezirkschronist und veröffentlichte gemeinsam mit Dir. Anton Bachler das erste Haiminger Heimatbuch (1979), das im Jahre 1985 durch eine Neuauflage ergänzt wurde.

Hofer veröffentlichte auch viele Artikel im "Tiroler Chronisten", verfasste den Haiminger Kirchenführer, schrieb viele Jahre die Chronikartikel für das Haiminger Dorfblattl und gewährte interessante Einblicke bei seinen Chronikausstellungen. Er engagierte sich auch im Haiminger Pfarrgemeinderat, arbeitete ehrenamtlich beim Verein "Dorfbildung" und recherchierte gemeinsam mit seiner "Mitarbeiterin" und Ehefrau Helene viele Familiengeschichten von Haiming.

In seinen späten Jahren als Chronist fand Karl Hofer mit Toni Zangerl einen Mitarbeiter, der ihn bei der Digitalisierung der umfangreichen Datenmenge behilflich war. Im Dezember 2005 entschloss sich das Ehepaar Hofer nach 35 Jahren Chronikarbeit die Haiminger Chronik an Hedy Haslwanter zu übertragen.
Für seine Verdienste wurde Karl Hofer mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er die Goldene Ehrennadel des Tiroler Kulturwerkes, die Hermann Gmeiner Verdienstmedaille, die Verdienstmedaille des Landes Tirol, die Verdienstmedaille der Marktgemeinde Telfs und den Ehrenring der Gemeinde Haiming.

Manfred Wegleiter

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