Nach vom Verein forcierter Trennung bei der SPG Pitztal hat das Oberländer Urgestein genug vom Geschäft
„Flock“ geht in Fußballpension

Nach der Trennung von der SPG Pitztal hast Florian Schlatter keine Lust mehr und geht in Fußballpension.
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  • Foto: sportszene.tirol/Leitner
  • hochgeladen von Peter Leitner

ARZL (pele). Trainerwechsel bei der SPG Pitztal: Nachdem die Saison bisher nicht nach Wunsch gelaufen war, kam es zur Trennung von Trainer Florian Schlatter. „Die Ergebnisse haben in dieser Saison nicht gepasst, und auch die Tabelle schaut aktuell nicht gut aus“, hieß es dazu von Vereinsseite.

„Flock” Schlatter selbst hat mit seinem Abschied laut eigenen Bekunden keine Probleme, sehr wohl aber mit der Art und Weise, wie dieser zustande gekommen ist. In seinen Ausführungen holt er dabei weit aus: „Ich habe die Mannschaft im Sommer 2019 übernommen. Da hatten wir dann einen Lauf mit sieben Siegen in Serie und ich wurde quasi als Wunderwuzzi gefeiert. Ich wusste aber genau, dass wir keinesfalls die Qualität für die Landesliga haben. Im damaligen Lauf war auch das Glück auf unserer Seite. Heuer gab’s in der Vorbereitung gute Spiele, und wir hatten auch eine tolle Kameradschaft. Nach dem Reichenau-Spiel begann für uns aber eine Negativspirale, weil auch noch sechs Stammspieler verletzt waren. Blöde Fehler kamen in einigen Spielen dazu. Zum aktuellen Zeitpunkt müssten wir eigentlich sieben bis acht Punkte mehr haben.“

Dass im Verhältnis zwischen ihm und der Funktionärsriege und auch einigen Spielern etwas nicht mehr passte, habe er schon vor drei Wochen gespürt: „Der eine oder andere hat mir nicht mehr in die Augen schauen können. Und ich kenne auch die Mechanismen des Geschäfts. Nach unserer jüngsten Niederlage in Umhausen, wo wir nach dem neuerlichen Ausfall von drei Stammspielern chancenlos waren, war mir klar, dass es vorbei ist.”

Eigentlich habe er sich beim kommenden Training dann Vorstand und Spielern stellen wollen, dazu kam es aber nicht mehr, da ihm telefonisch kurz und knapp mitgeteilt wurde, dass er entlassen ist.

Schlatter abschließend: „Ich hatte im Pitztal eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte und wünsche dem Verein und speziell der Mannschaft alles Gute. Die Trennung war aber leider unterste Schublade. Ich persönlich mag nun nicht mehr und bin offiziell in Fußballpension.“

Das Coaching bei der SPG Pitztal übernimmt vorerst bis zur Winterpause Simon Lentsch als Spielertrainer. Das erste Spiel in der Nach-Schlatter-Ära ging am Samstag freilich gehörig schief. Gegen den SV Haiming kassierten die Pitztaler zu Hause einen 1:5-Schraufen gegen Haiming.

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