Drei Mobilitätssterne für Stams

v.l.n.r. Bgm. Ingo Mayr (Gemeinde Roppen), GR Peter Föger (Gemeinde Silz), Bgm. Franz Dengg (Gemeinde Mieming), e5 Teamleiter Rainer Mayr (Gemeinde Stams) mit LHStvin Ingrid Felipe bei der Verleihung der Mobilitätssterne 2015.
  • v.l.n.r. Bgm. Ingo Mayr (Gemeinde Roppen), GR Peter Föger (Gemeinde Silz), Bgm. Franz Dengg (Gemeinde Mieming), e5 Teamleiter Rainer Mayr (Gemeinde Stams) mit LHStvin Ingrid Felipe bei der Verleihung der Mobilitätssterne 2015.
  • Foto: Foto: Energie Tirol
  • hochgeladen von Stephan Zangerle

BEZIRK. In der Festrede anlässlich der Auszeichnungsveranstaltung im Innsbrucker Landhaus zeigte sich Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe erstaunt, über „die große Vielfalt innovativer Mobilitätsprojekte in den Gemeinden“: „Bemerkenswert ist, dass zu den gängigen Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen, Förderung von Rad- und Fußwegen oder Errichtung von Schutzwegen zusehends auch Initiativen treten, die weniger auf Verbote und Regulative als auf Akzeptanz, Beteiligung und Engagement setzen.“ Felipe spricht damit die inzwischen „gewachsene Zahl von Rufbussystemen an, die auf ehrenamtlichem Engagement basieren. Auffällig ist zudem die hohe Zahl neu entstandener Begegnungszonen, die langfristig die Erhöhung der Lebensqualität in den Ortskernen sowie die Stärkung lokaler Wirtschaftsbetriebe zum Ziel haben. Der Schlüssel zum Erfolg heißt in beiden Fällen BürgerInnenbeteiligung und Akzeptanz“, so die Mobilitätslandesrätin abschließend.

Mobilitätssterne im Bezirk. Mit drei Sternen für vorbildliche Maßnahmen im Verkehrsbereich würdigte die Jury die Gemeinde Stams und zählt sie jetzt „zum Kreis der Vorreitergemeinden Tirols“. Die Auszeichnung begründete die Jury mit der Einführung des Rufbusses STAXI, einem umweltfreundlichen Elektroauto, das von Freiwilligen aus der Gemeinde ehrenamtlich betrieben wird. Der Rufbus trage „nicht nur zur Mobilität der Senioren in der Gemeinde bei, sondern auch zur Festigung der Dorfgemeinschaft“ bei. STAXI wird beispielsweise für Essen auf Rädern oder für Einkaufsfahrten der Flüchtlinge eingesetzt. Einen weiteren „innovativen verkehrspolitischen Akzent“ setzt die Gemeinde „mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren zur Lösung der Parkplatzproblematik“. Auch die Gemeinde Silz mit der Verordnung einer Begegnungszone, Mieming mit der Gestaltung des Dorfplatzes sowie Roppen mit der Förderung des Radverkehrs fanden die Anerkennung der Jury mit je zwei Mobilitätssternen.

Tirolweite Spitzenreiter 2015. Angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie wurden im Rahmen des Festakts 36 Gemeinden Mobilitätssterne für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik verliehen. Im Fokus der Jurybewertung standen die Vier-Sterne-Gemeinden Kufstein, Schwaz, Wörgl und Virgen sowie die weiteren 14 Gemeinden, die von der Jury mit je drei Mobilitätssternen bedacht wurden.

Die Tiroler Mobilitätssterne werden seit 2009 alle zwei Jahre von einer unabhängigen Jury vergeben. Die Jury entscheidet auf Grundlage eines ausführlichen Kriterienkatalogs und kann Gemeinden mit bis zu fünf Mobilitätssternen würdigen.

Die Tiroler Mobilitätssterne sind eine Initiative im Rahmen des Mobilitätsprogramms „Tirol mobil“, mit dem sich das Land in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Schulen und Betrieben den Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsangebote zum Ziel gesetzt hat. Die Organisation des Auszeichnungsverfahrens „Tiroler Mobilitätssterne“ und die Betreuung der Gemeinden liegt bei Energie Tirol.


>> zur Ortsreportage Roppen

Autor:

Stephan Zangerle aus Imst

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