17.10.2014, 10:39 Uhr

Bergretter mit durchwachsener Bilanz

Die Imster Bergrettung unter Obmann Gerhard Schwetz ist eine 59 Mitglieder starke Einsatzgruppe, die im vergangenen Jahr zu 22 Einsätzen ausrückte. Mehr als 2000 Stunden wurden in die Weiterbildung und Schulung investiert. Die vergangene Vollversammlung wurde aber nicht nur von Jubelmeldungen dominiert, denn es gibt doch einige Bedürfnisse der Alpinretter, die offenbar kaum gehört werden. Obmann Schwetz erklärte gegenüber den BB: "Es ist nicht so, dass die Stadt Imst, bzw. auch private Sponsoren wie die Bank Austria, uns nicht unterstützen, die Bergretter bleiben aber trotzdem auf einem Großteil der Ausrüstungskosten sitzen. Im vergangenen Jahr haben unsere Mitglieder beinahe 20.000 Euro aus eigener Tasche bezahlt." Was Schwetz aber derzeit wirklich ärgert, ist der bislang ungehörte Wunsch nach einem Fahrzeug, in dem auch Liegendtransporte durchgeführt werden können. "Ich habe schon bei mehreren Gemeinderäten angefragt, ob die Stadt uns bei der Anschaffung eines Fahrzeuges behilflich wäre. Außer Versprechungen ist aber seit einem Jahr nichts passiert", meint der Imster Bergrettungsobmann. Neben den Fahrzeugsorgen ist es aber auch die Unterkunft in Hoch-Imst, welche zwar funktional und gut ausgerüstet, aber seiner Meinung nach doch am falschen Platz gebaut wurde. "Wenn wir einen Einsatz am Hahntennjoch haben, dann müssen wir zuerst nach Hoch-Imst, um dann den ganzen Weg zurück zum Einsatzort zu gelangen", so Schwetz, der sich von der Gemeinde mehr Gesprächsbereitschaft erwartet. Stadtchef Stefan Weirather kann die Sorgen der Bergretter nur teilweise nachvollziehen. Er erwidert: "Der Gerhard wohnt in meiner Nachbarschaft und fährt täglich dreimal an meinem Haus vorbei. Warum er nicht mit mir persönlich über seine Anliegen mit mit gesprochen hat, verstehe ich nicht. Der Wunsch nach einem Auto ist mir zwar bekant, es gibt aber dazu auch intern in der Bergrettung unterschiedliche Auffassungen. Im Übrigen bin ich skeptisch, ob ein Merzedes Vito das geignete Fahrzeug für Einsätze im Hochgebirge ist. Ich bin aber logischen Argumenten gegenüber aufgeschlossen."
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