10.03.2016, 13:00 Uhr

Gelebte Integration in der Schule

Studenten der KPH Stams widmeten sich intensiv dem Thema "Flüchtlinge" mit tollen Projekten.

SILZ (sz). Vergangenen Freitag wurde bereits um acht Uhr morgens in der Schulküche der Neuen Mittelschule Silz/Mötz gerührt, geschnitten und gekocht, was das Zeug hält.

"Alle in einem Topf"
Die SchülerInnen der zweiten Klassen zauberten gemeinsam mit den drei Flüchtlingskindern, die ebenfalls die schulische Einrichtung besuchen, und zwei weiteren Helfern vom Flüchtlingsheim Roppen traditionelle Speisen aus Syrien auf die Teller, die kurz nach zwölf Uhr Mittags genüsslich verzehrt wurden.
Hintergrund dieser Aktion ist eine Projektarbeit von Studenten der KPH Stams, die sich ausgiebig dem Thema "Flüchtlinge" widmet. Neben der gelungenen und sichtlich spaßigen Kocheinlage gestalteten die SchülerInnen Plakate zu ihren Herkunftsländern und setzen sich mit dem Flüchtlingsthema auf spielerische Art und Weise ("1, 2 oder 3", Anm.) intensiv auseinander. Ähnliche Veranstaltungen fanden übrigens auch in Landeck und im Flüchtlingsheim Umhausen statt.

Sensibilisieren
"Wir arbeiten regelmäßig und sehr gerne mit den Studenten der KPH Stams zusammen", erklärt die Direktorin der NMS Silz/Mötz, Brigitte Miedl. "Es ist uns sehr wichtig, dass die Flüchtlingskinder an unserer Schule gut integriert werden, zudem wollen wir die SchülerInnen für dieses Thema sensibilisieren, was mit derartigen Projekten wirklich sehr gut funktioniert", so die Direktorin weiter. Den Schwerpunkt setzt die Schulorganisation aber vor allem auf die Förderung der Deutschkenntnisse. Derzeit wird in Silz sechs Stunden Deutsch gelernt. Miedl: "Wir legen uns richtig ins Zeug, um die deutschen Sprachkenntnisse den Flüchtlingen näherzubringen. Daher steht wöchentlich sechsmal Deutsch auf dem Stundenplan." Das große Engagement wird vor allem dadurch sichtbar, dass sich in vier von den sechs Stunden LehrerInnen der NMS in ihrer Freizeit für den Deutschkurs zur Verfügung gestellt haben. Anja Gufler, die im Bezirk Imst für die rund 60 Flüchtlingskinder an den Schulen zuständig ist, übernimmt die restlichen zwei Stunden.
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