11.02.2018, 20:18 Uhr

LLA ist Drehscheibe innovativer, landwirtschaftlichen Bildung

v.l. Thomas Pfeifer, Vater Stefan Pfeifer - Bergbauern und Schafzüchter des Tirler braunen Berschafes aus Kappl auf 1530m
IMST (ps). Einmal mehr stellte die LLA in Imst unter Beweis, Drehscheibe landwirtschaftlicher Innovationen zu sein. Zum einen fand das bereits seit 16 Jahren andauernde Partnerprojekt der LLA in Imst und dem Berufsbidungszentrum Pfäffikon seine erfolgreiche und interessante Fortsetzung. Zum anderen wurde eine erlesene Diskussionsrunde mit der Kammerspitze Präsident Josef Hechenberger und Direktor Ferdinand Grüner geführt, die von 90 Schülern wahrgenommen wurde.

Partner Pfäffikon
Als roter Faden der Kooperation zieht sich die Betriebsanalyse durch die vergangenen 16 Jahre. Jeweils ein Bauernhof eines Schülers wird auf dem Papier auseinander genommen, auf eine mögliche Optimierung überprüft und eventuell geplante Um- oder Ausbaupläne akkribisch genau kalkuliert. Wertvoll dabei sind die Praxistage, die bei der jeweiligen Partnerschule absolviert werden. Nach dem Motto andere Länder - andere Sitten bekommen die Schüler Einblicke, die denjugendlichen Horizont erweitern und den Schülern auch Möglichkeiten der Vermarktung erschließen sollen.

Braunes Bergschaf
Dieses Jahr wurde der Bergbauernhof von Familie Pfeifer in Kappl thematisch behandelt. Die Aufgabe lautete Betriebserweiterung von elf auf 30 Mutterschafe, damit verbunden eine notwendige Stallvergrößerung. Etwa 120 Tausend Euro wird die Familie in die Hand nehmen müssen um den "Braunen Bergschafen" eine komfortableUnterkunft bauen zu können.
Beide Söhne der Pfeifers besuchen die LLA um den Weitblick für eine wirtschaftliche Existenzgrundlage in der Landwirtschaft schaffen zu können. Seit längerer Zeit ist es essentiell, eine Marktlücke zu finden oder ein zweites Standbein zur herkömmlichen Milchproduktion zu schaffen. Den Schülern werden innovative Existenzmodelle vorgestellt.

Diskussion Zukunft
Durchaus kritische Fragen mussten die Kammerfunktionäre Josef Hechenberger und Ferdinand Grüner anlässlich der Diskussionsrunde mit über 90 Schülern beantworten. Im Hotspot der landwirtschaftlichen Bildung wurden Themen quer über die Lebensbereiche gestreift und zu aller Zufriedenheit behandelt. Selbstverständlich ist eine Zukunftsprognose ein Blick in die Glaskugel, dennoch wagte man Prognosen bezüglich Förderung, Milchpreis und analysierte die Situation der Bauern in exponierten Lagen. Eines wurde klar, die Jungen wissen wie es gehen könnte, das lässt Hoffnung aufflackern.
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