06.04.2017, 14:51 Uhr

Neuer Sonntagszug fährt nach Nachtschicht bis Ötztal

VVT Geschäftsführer Alexander Jug (links) sowie ÖBB-Personenverkehr-Regionalleiter René Zumtobel (rechts) arbeiteten in Abstimmung mit Gerhard Hödl, Zentralbetriebsrat der Tirol Kliniken, eine Verbesserung für Nachtschicht-Pendler aus: Die S-Bahn-Linie am Sonntagmorgen wird bis Ötztal verlängert. (Foto: VVT)

Die S-Bahn-Verbindung an Sonn- und Feiertagen wird bis Ötztal verlängert. Somit können in Innsbruck Beschäftigte nach ihrer Nachtschicht direkt nach Hause fahren.

BEZIRK. Für Angestellte der Tirol Kliniken, der Polizei und vieler anderer Unternehmen, die auf Nachtdienste angewiesen sind, bieten der Verkehrsverbund Tirol (VVT) und die ÖBB eine kundenfreundliche Erweiterung: An Sonn- und Feiertagen wird die bestehende S-Bahn von Innsbruck (Abfahrt 7:29 Uhr) nach Telfs ab 9. April bis Ötztal (Ankunft 8:20 Uhr) verlängert. VVT Geschäftsführer Alexander Jug erklärt: „eine Wartezeit bis 10:00 Uhr ersparen wir damit vielen Stammgästen und können hoffentlich noch mehr TirolerInnen für den Umstieg auf Öffis gewinnen.“ Die Kosten der Verlängerung der S-Bahn Linie 5104 um 1.200 Zugkilometer pro Jahr tragen das Land Tirol und der VVT. Als Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Tirol Kliniken freut sich Gerhard Hödl ebenfalls: „Nach dem Nachtdienst ist die Heimfahrt mit dem Auto gefährlich. Es ist deshalb für uns eine Frage der Sicherheit, dass öffentliche Verkehrsmittel auch an Randzeiten zur Verfügung stehen.“ An Sonn- und Feiertagen arbeiten etwa 700 Personen allein im Landeskrankenhaus Innsbruck, in der Nacht etwa 300. Von den dort beschäftigten 6.500 Landes- und 1.000 Med-Uni-Bediensteten sind etwa sechzig Prozent PendlerInnen. "Nach der Nachtschicht mit eigenem Chauffeur auf Schienen nach Hause zu fahren, ist gerade an Sonntagen viel wert. Mit diesem Schritt sind wir ein weiteres Stück näher bei unseren StammkundInnen und das ist gut so", erklärt René Zumtobel, Regionalleiter des ÖBB Personenverkehrs in Tirol, die Fahrplanerweiterung. Sowohl der Tilak-Zentralbetriebsrat als auch die Polizeistellen stießen im April 2016 mit ihrem Wunsch auf Verlängerung der Sonntagslinie bei der VVT Verkehrsplanung auf offene Ohren: Bedarfsprüfung, Feinabstimmung und Umsetzung liefen Hand in Hand mit den ÖBB. Gerhard Hödl betrachtet dabei mehr als sein Unternehmen: „Wir arbeiten in einem jener Stadtbezirke, in dem sich täglich tausende Menschen rund um Universität, Finanzamt oder das Ausbildungszentrum West aufhalten. Würden sie alle mit dem Auto fahren, müssten wir das gesamte Gelände in einen riesigen Parkplatz verwandeln.“ Für zeitgemäße und umweltschonende Mobilität sorgt der VVT mit seinen 38 beauftragten Verkehrsunternehmen: unter anderem mit tirolweit 38 S-Bahn-Garnituren, 6 S-Bahn-Linien, 5 Rex-Linien, 650 Buskursen, 29 Regiobus- und 10 Regiotax-Systemen. Noch attraktiver wird Öffi-Fahren auch außerhalb der Arbeitswege mit dem neuen Tirolticket um 490 Euro und dem Regioticket um 380 Euro. Sie gelten ab 1. Juni jeweils ein Jahr lang und sind ab 18. April im VVT und im IVB KundInnencenter erhältlich.
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