17.09.2014, 00:00 Uhr

Tirols Wälder als Quellen der Wertschöpfung

In Tirol spielt der Wald eine bedeutende Rolle, nimmt er doch über 40 % der Landesfläche ein. Das gesamtwirtschaftliche Potential von Forstwirtschaft und Holzindustrie stärkt die heimische Wertschöpfungskette. Vor allem im Bezirk Imst spielt der Wald eine wichtige Rolle – nimmt er doch gerade dort eine unerlässliche Schutzfunktion war. „Aus der Forst- und Holzwirtschaft beziehen in Tirol 33.000 Menschen ein Einkommen. Mit rund 1.400 Unternehmen und einem jährlichen Produktionswert von 1,3 Milliarden Euro zählen Forst- und Holzwirtschaft zu den stärksten Wirtschaftszweigen in Tirol“, zeigt LK-Präsident Josef Hechenberger bei seinem Besuch im Bezirk Imst auf.
„Die Waldfläche im Bezirk erstreckt sich auf rund 46.000 Hektar, wobei der Schutzwald eine lebenswichtige Funktion hat. Mehr als drei Viertel Waldfläche ist Schutzwald. Also jene Fläche, die sehr kostenintensiv zu bewirtschaften ist. Die Waldflächen müssen intensiv bearbeitet und verjüngt werden, damit der Wald seine Schutzfunktion erfüllen kann. Imst zählt mit zu den waldreichsten Bezirken Tirols“, skizziert Rudolf Köll, Obmann des Tiroler Waldverbandes die forstlichen Situation, "im Bezirk Imst sind die Ansprüche an die Forsttechnik sehr hoch: Die Seillängen bei der Holzbringung und die Steilheit des Geländes, sind die Herausforderungen, denen sich Waldbesitzer und Waldarbeiter stellen müssen. Sie leisten Unvorstellbares – vor allem für die Sicherung der Schutzwaldpflege“.
„Forstwirtschaft heißt in Generationen denken. Für Tirols Bäuerinnen und Bauern nehmen unsere Wälder einen zunehmend hohen Stellenwert als Wirtschafts- und Einkommensgrundlage ein“, erklärt Hechenberger. Auch die Gesellschaft profitiere von einem funktionierenden Wald, denn dieser spielt als Erholungs-, Aktivitäten- und Naturraum eine wesentliche Rolle für die Lebensqualität der Tiroler Bevölkerung.

Heimische Wertschöpfung naturnah und effizient

„Die Branche Forst und Holz ist in den letzten Jahrzehnten zu einem immer wichtigeren Pfeiler im ländlichen Raum geworden. Der Rohstoff und die Arbeitsplätze sind vor Ort und die qualitativ hochwertigen Produkte werden für den Holzbau exportiert. Gerade im alpinen Raum ist das nur dann erfolgreich, wenn naturnahe und effiziente Forstwirtschaft am Anfang dieser Kette stehen“, so Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich.


Forst und Wald im Bezirk Imst

Gesamtwaldfläche: rund 46.000 Hektar (entspricht einer Waldausstattung von 27 %)
Waldkategorien: 78 % Schutzwald, 22 % Wirtschaftswald
Rund 320 Wildbäche und über 300 Lawinen bedrohen den Siedlungsraum im Bezirk
Ca. 9.900 Personen besitzen Wald im Bezirk
Jährliche Erntemenge ca. 80.000 m3 Holz – nachhaltige geerntet
Über 1.000 km Forstwege zur Waldbewirtschaftung
Rund 850.000 Euro wurden in den letzten Jahren zur Verbesserung/Erhaltung des Schutzwaldes investiert
Technische Verbauung zur Sicherung des Lebensraumes würde rund 100mal so viel kosten, wie die Erhaltung/Verjüngung eines intakten Schutzwaldes
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