08.06.2017, 15:29 Uhr

Tour de Suisse im Ötztal: Rundfahrt der großen Namen

Am Freitag, 16. Juni, kommt die Tour de Suisse zum dritten Mal ins Ötztal. Mit kleineren Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen.

ÖTZTAL. Zum dritten (und letzten) Mal kommt die Tour de Suisse nach Sölden und 2017 wird es spektakulärer denn je. Denn zum Finale der Tour de Suisse im Ötztal kommen noch einmal 2,8 Kilometer und 110 Höhenmeter dazu. Zielankunft ist heuer nämlich direkt am Fuße des Tiefenbachgletschers. „Die 13 Kilometer lange Gletscherstraße war in den vergangenen Jahren schon ein Highlight der Tour de Suisse“, erklärt Tourdirektor David Loosli. „Dass es heuer noch einmal höher hinaufgeht, ist für die Profis eine echte Herausforderung. Wir freuen uns sehr darauf, wieder im Ötztal zu sein.“ Nach dem Start in Zernez führt die Route dieser Etappe durch das Unterengadin zum Grenzübergang Martina und über Landeck und Imst an den Eingang zum Ötztal.

Tour der großen Namen

Wer sich heuer die Tour de Suisse live im Ötztal anschaut, der wird mit Sicherheit nicht enttäuscht sein. Denn die Schweizer Rundfahrt kann heuer mit den wirklich großen Namen der Radsportszene aufwarten. Allen voran kommt Tom Dumoulin (Team Sunweb), der zuletzt in eindrucksvoller Manier den Giro d’Italia für sich entscheiden konnte. Der Niederländer kennt den Aufstieg zum Rettenbachgletscher bereits, war er doch 2015 Gesamtdritter der Tour de Suisse.

Mit dem dreifachen Gesamtsieger Rui Costa (UAE Emirates), Simon Spilak (Katusha-Alpecin) und Miguel Angel Lopez (Astana) stehen alle Gesamtsieger der letzten fünf Jahre im Einsatz.

Wie jedes Jahr seit 2010 gehört der amtierende Weltmeister Peter Sagan (BORA-hansgrohe) zu den Startern. Seit 2011 gewann der Slowake an jeder Ausgabe mindestens eine Etappe. Mit 13 Siegen ist er schon jetzt der alleinige Rekordhalter an Etappensiegen. „In diesem Jahr fordern ihn aber starke Sprinter heraus“, so der Sportliche Direktor David Loosli. Vor allem der Kolumbier Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) stellte mit vier Sprintsiegen am diesjährigen Giro d’Italia seine Fähigkeiten mehrfach unter Beweis. Bei der Etappe in Sölden werden es die Sprinter allerdings gemütlicher angehen.

Die Österreicher im Feld

Besonders erfreulich ist, dass im Feld der heurigen Tour de Suisse auch starke Österreicher sich einige Hoffnungen auf den einen oder anderen Erfolg machen dürfen. Allen voran bestreitet Patrick Konrad die Tour de Suisse im Team von Weltmeister Sagan. Konrad konnte zuletzt trotz gesundheitlicher Probleme zu Beginn beim Giro d’Italia den 16. Gesamtrang erreichen und zeigte sich in den Bergen Italiens sehr stark. Mit dabei bei der Tour de Suisse sind auch Felix Großschartner (Team CCC Sprandi Polkowice) und Matthias Brändle vom Team Trek-Segafredo.

Attraktiv zur Zuschauer – kostenloser Shuttle

Für alle Radsportfans, welche die Ankunft der Athleten auf 2.796 m miterleben wollen, wird im Vorfeld ein unterhaltsames Showprogramm geboten: kostenloser Liftbetrieb der Tiefenbachbahn, Zipfelbobbahn beim Zielgelände, Live-Übertragung, Musik von TYROLL, Feuer- und Tanzshow von „Spielvolk“. Zwischen Sölden und Gletscher fährt ein kostenloser Shuttlebus.

Da der 16. Juni ein Fenstertag ist, herrschen für alle ideale Voraussetzungen, die die Tour de Suisse im Ötztal live sehen wollen.

Hier die wichtigsten Durchfahrtszeiten der Topsportler:

Einfahrt ins Ötztal: Ca. 15.30 Uhr

Oetz: Ca. 15.44 Uhr

Längenfeld: Ca. 16.14 Uhr

Sölden: Ca. 16.33 Uhr

Erwartete Zielankunft: Ca. 17.30 Uhr

Während dieser Zeit ist mit kurzfristigen Verkehrsbehinderungen im Ötztal zu rechnen. Die Gletscherstraße (ab Pitze) ist von 16 bis 18 Uhr komplett gesperrt.

ORF Sport+ überträgt live

Besonders freut man sich im Ötztal über die Tatsache, dass heuer auch ORF Sport+ die Königsetappe der Tour de Suisse im Ötztal live überträgt und damit auch die österreichischen Fans in den Genuss der Livebilder kommen. Die Liveübertragung beginnt um ca. 15.30 Uhr – also genau dann, wenn die besten Radfahrer der Welt vom Inntal ins Ötztal abbiegen.


Touristischer Erfolg

In diesem Jahr wird die Tour de Suisse vorläufig zum letzten Mal ins Ötztal kommen. „Wir hatten sehr gute drei Jahre miteinander“, erklärt Oliver Schwarz, GF Ötztal Tourismus. „Vor allem für den Schweizer Markt hat die Tour de Suisse viel zum positiven Image des Ötztals beigetragen.“ Jede große Radrundfahrt lebt aber auch von der Veränderung und neuen Strecken. Deshalb ist es sinnvoll, jetzt eine Pause zu machen. Das Ötztal feiert mit der Tour de Suisse auch heuer wieder den Auftakt in die Sommersaison. Am gleichen Wochenende wird in Sölden die Eröffnung der „Bike Republic Sölden“ gefeiert, deren Trail-Angebot auch heuer wieder wesentlich erweitert wurde. Aber auch für die Rennradfahrer gibt es heuer im Ötztal noch eine vollkommen neue Attraktion. Zum ersten Mal gibt es im Rahmen des Wochenendes rund um den Ötztaler Radmarathon auch ein Profirennen. „Nach den Erfahrungen der Tour de Suisse ist es unser Ziel, mit dem ProÖtztaler 5.500 in den kommenden Jahren ein eigenes Rennen auf Weltniveau zu etablieren“, erklärt dazu Oliver Schwarz. „Das ist ein Projekt, das sich über mehrere Jahre erstreckt. Wir sind aber sehr stolz darauf, heuer erstmals ein Profirennen auf der Original-Strecke des Ötztalers auszutragen.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.