18.11.2016, 13:14 Uhr

Zangerl wettert gegen Ausverkäufer der Heimat

IMST (ps). Erwin Zangerl, Präsident der AK, plädierte unlängst, den Ausverkauf der Wohnheimat zu stoppen. Er sieht die Risiken dahingehend, dass Wohnen für Tiroler nicht mehr leistbar wird. Wörtlich sieht er das Menschenrecht Wohnen als nicht verhandelbar an. Tirol dürfe keinSpekulationsland werden, die Gemeinden sollten für die umstrittenen Freizeitwohnsitze Abgaben bekommen, die wiederum in leistbares Wohnen investiert gehören. Zangerl ortet systematisches Vorgehen ausländischer Investoren, die aus rein finanziellem Interesse große Wohnanlagen kaufen und die Mieten erhöhen. Hier sei das Land gefordert.

Gestrandete erfassen

Weiters sei es in Sachen Meldepflicht von mittlerweile Hunderten in Tirol gestrandeten Ausländern höchste Zeit zu handeln. Die BH und das Land seien am Zug um die durch jedes Raster gefallenen Einwanderer zu orten und ortsansässig zu melden. Es entstünden Schlupflöcher, die zu Sozialdumping führen. Siehe Beispiel Bundesforste, so etwas sei beschämend und muss unterbinden werden.

Digitalisierung 4.0

Auch bei der oft prognostizierten Industrialiesierung, auch Digitalisierung 4.0 genannt, sieht Zangerl Handlungsbedarf. Wenn er auch Zweifel hat, dass wir zukünftig von Robotern ersetzt werden können, ist vorbeugend eine Industrieabgabe zu beschliessen. Denn wenn wir alle keine Arbeit mehr haben, weil die von Maschinen erledigt wird, wer soll dann die Wirtschaftsleistungen konsumieren? Es gäbe auch die Möglichkeit eines Fixgehalts für alle. Eine Vision, genauso wie die Digitalisierung 4.0 selbst.

Arbeitnehmer unterstützen

Realität ist allerdings das hauptsächliche Aufgabengebiet der AK Imst, die Vertretung der Arbeitnehmer in Belangen rund um das Arbeitsrecht.
Nach wie vor ist eines der größten Sorgenkinder der Tourismus. Günther Rietzler, Leiter der Bezirkskammer Imst, wünschte sich eine gerechtere Entlohnung und fairere Behandlung der Arbeitnehmer. "Vielleicht würde sich bei angenehmeren Arbeitsbedingungen der Tourismus leichter tun, einheimisches Personal zu finden", fragte sich der erfahrene Jurist.
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