11.09.2016, 17:26 Uhr

Imster kassierten Watschen im Derby

Telfs-Stürmer Marcel Schreter kämpft mit Thomas Saloschnig und Christoph Gstrein um den Ball. (Foto: Peter Leitner)
0:1-Niederlage gegen Telfs schmerzt. Rabenschwarzer Tag für die SPG Silz/Mötz beim 1:7 in der Reichenau.

IMST, SILZ (pele). Imst-Trainer Jürgen Soraperra war am Wochenende nach dem 0:1 im Derby gegen Telfs nicht gut zu sprechen. Zu sehr nagte die enttäuschende Leistung seiner Mannschaft an dem auf Erfolg fixierten Coach. „Ich habe früher auch Derbys gespielt, teilweise vor 2000 Zuschauern. Hätte ich da so eine Leistung abgerufen, wäre ich vom Kapitän aus meinen Schuhen getreten worden“, fand er deutliche Worte. Seinem Team habe gegen Telfs alles gefehlt, was den Fußballsport ausmacht: Aggressivität, Leidenschaft und Siegeswillen!

Verzicht auf „Donnerwetter“


Da lag eigentlich ein verbaler Einlauf durch den Trainer zu Beginn der Trainingswoche nahe. Doch darauf wollte Soraperra lieber verzichten. „Ich gehe davon aus, dass jeder einzelne selbst weiß, was falsch gelaufen ist. Und somit auch alles unternimmt, um sich selbst aus der Misere zu ziehen. Der Auftritt war einfach ein Witz – vor allem auch gegenüber unseren Fans.“

Durch die Niederlage sind die Imster in der Tabelle um vier Plätze auf Rang neun abgerutscht. Die Scharte auswetzen können sie am kommenden Samstag ab 17.30 Uhr neuerlich in der heimischen Velly Arena. Der vorgesetzte Brocken ist allerdings kein leicht verdaulicher, denn es kommt ausgerechnet der Tabellenführer aus Kitzbühel ins Oberland. Sechs Spiel, 18 Punkte, 17:4 Tore lautet die bisherige Ausbeute des Westliga-Absteigers in der laufenden Saison. Für die Unterländer ist sonnenklar, dass sie sofort wieder aufsteigen möchten. Dementsprechend agieren sie mit einem qualitativ und quantitativ hochwertigen Kader. Trainer Alexander Markl schiebt die Favoritenrolle zwar stets von sich. Für alle anderen in der Liga ist aber klar, dass der Weg über den Titel nur über die Kicker aus der Gamsstadt führt.

Herbe Klatsche für die SPG


Eine ordentliche Watschen fasste am Sonntag die SPG Silz/Mötz beim Auswärtsspiel gegen Titel-Mitfavorit Reichenau aus. Auf dem neuen Kunstrasenplatz kam die Mannschaft von Trainer Aleksandar Matic gleich mit 1:7 unter die Räder. Der Coach wollte dennoch kein negatives Urteil über seine Mannen abgeben. „Es war bei weitem nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Vor allem in der ersten halben Stunde haben wir uns hervorragend präsentiert. Nach dem 0:2-Pausenstand wollten wir in der zweiten Halbzeit auch nochmal voll attackieren. Das schnelle 0:3 hat uns aber das Genick gebrochen. Ich habe dann ganz bewusst einige junge Spieler aufs Feld geschickt, damit diese Spielpraxis sammeln können“, sagte der Coach.

Für die SPG geht`s in der Meisterschaft schon am kommenden Freitag ab 19.30 Uhr mit der Partie in Telfs weiter. Dort sitzt dann wieder Werner Rott auf der Betreuerbank.
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