Besucher-Rückgang
Wien erhöht Budget für Jüdisches Museum auf 5,7 Mio. Euro
- Das Jüdische Museum Wien (JMW) kämpft zuletzt mit einem Rückgang der Besuchenden.
- Foto: Ouriel Morgensztern
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Das Jüdische Museum Wien (JSW) kämpft zuletzt mit einem Rückgang der Besuchenden. Aus dem Grund will die Stadt Wien helfen und erhöht die jährliche Förderung um 200.000 Euro auf 5,7 Millionen Euro.
WIEN. Vor nicht ganz 800 Tagen ereignete sich am 7. Oktober 2023 der Hamas-Angriff auf Israel. Nicht nur politisch gesehen gibt es Auswirkungen von diesem Ereignis, die man noch immer spürt, sondern auch in der Kulturbranche.
Das Jüdische Museum Wien (JMW) kämpft in den vergangenen Monaten mit dem Rückgang der Besuchendenzahlen. Dieser hänge „vor allem mit einer allgemeinen Zurückhaltung gegenüber dem Besuch jüdischer Einrichtungen zusammen. Dieses Verhalten ist europaweit zu beobachten und kein spezifisches Phänomen des JMW“, so Sprecherin Natascha Golan gegenüber MeinBezirk.
„Zugleich setzen sich zahlreiche Kultureinrichtungen in ihren Programmen mit den Folgen des gestiegenen Antisemitismus auseinander. Je niederschwelliger die Formate – etwa kostenlose Angebote wie der Tag der offenen Tür im November bei uns – desto besser werden sie angenommen.“
Heuer nur 87.000 Gäste
Heuer rechnet man mit rund 87.000 Gästen, was unter den Zahlen der Vorjahre liege. Das teilte man gegenüber MeinBezirk mit und man bestätigte somit einen „Heute.at“-Artikel. Im JMW an den zwei Standorten in der Dorotheergasse und am Judenplatz im 1. Bezirk werden eine Sammlung jüdischer Geschichte in Österreich, zwei Dauerausstellungen über die jüdische Geschichte Wiens, laufende Wechselausstellungen sowie ein umfassendes Vermittlungs-, Diskussions- und Veranstaltungsprogramm gezeigt.
- Heuer rechnet man mit rund 87.000 Gästen, was unter den Zahlen der Vorjahre liege.
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Derzeit zeigt das Museum die große Ausstellung „Schwarze Juden, Weiße Juden?“, die sich „mit Vielfalt, Identität und Zuschreibungen“ beschäftigt und seit vergangenem Oktober großer Interesse findet, schildert Golan.
Aufgrund des deutlichen Anstiegs antisemitischer Vorfälle in den vergangenen zwei Jahren, der einen „deutlich höheren Sicherheitsaufwand für jüdische Errichtungen erforderlich gemacht“ habe, hat das Kulturressort der Stadt Wien angekündigt, die Subventionen für das Museum von 5,5 Millionen Euro in diesem Jahr auf 5,7 Millionen Euro zu erhöhen. Das bestätigte ein Sprecher des Büros von Stadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) gegenüber MeinBezirk.
Budget bleibt stabil
Damit will Wien das Bekenntnis bekräftigen, jüdische Institutionen zu unterstützen, besonders in Zeiten, in denen der Antisemitismus spürbar zunehme, heißt es: „Die zusätzlichen Mittel sollen sicherstellen, dass das Museum seine Aufgaben weiterhin in einem sicheren Rahmen erfüllen kann.“
Laut JSW ist jedoch nicht von einer realen Erhöhung der Förderung die Rede, sondern bedeutet inflationsbedingt eine Stabilisierung des Museumsbudgets und eine Abgeltung für den Besuchenendenrückgang.
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