Kirchl. Hochfest
Feierliche Fronleichnamsprozession durch Jennersdorfs Straßen
- Fronleichnamsprozession führte durch die Innenstadt zum Mutter-Teresa-Platz.
- Foto: Anna Maria Kaufmann
- hochgeladen von Anna Maria Kaufmann
Wenn die ersten Rosen ihre Blütenblätter fallen lassen und die Linden zu blühen beginnen - dann ist Fronleichnam nicht mehr weit.
JENNERSDORF (ak). Mit dem Fronleichnamsfest bekennt sich die katholische Kirche zur zentralen Bedeutung der Eucharistie im Glaubensleben. Traditionell wird das Hochfest mit Gottesdiensten und feierlichen Prozessionen begangen, bei denen die Monstranz durch die Straßen getragen wird. Auch in Jennersdorf wurde Fronleichnam am Donnerstag würdevoll gefeiert. Nach dem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, zelebriert von Stadtpfarrer Franz Brei und musikalisch umrahmt von einer Bläsergruppe der Stadtkapelle Jennersdorf, setzte sich die Prozession durch die Innenstadt in Bewegung.
Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Helferinnen und Helfer für ein festliches Erscheinungsbild gesorgt. Fahnen schmückten die Straßen, während die Vereinsfahnen von den jeweiligen Abordnungen mitgetragen wurden. Frische Lindenzweige am Kirchenportal und rund um den Mutter-Teresa-Platz verliehen dem Fest den traditionellen Rahmen. Angeführt wurde der Festzug von der Stadtkapelle Jennersdorf. Es folgten Fahnenabordnungen sowie Vertreter zahlreicher Vereine und Organisationen, darunter Feuerwehr, Polizei, Gesangverein Jennersdorf, Kameradschaftsbund Grieselstein und mehrere Sportvereine. Auch Bürgermeister Reinhard Deutsch sowie Mitglieder des Stadtgemeinderates nahmen an den Feierlichkeiten teil.
Einen besonders berührenden Anblick boten die Erstkommunionkinder und zahlreiche weitere Kinder, die Körbchen voller Rosenblüten mit sich trugen. Entlang des Prozessionsweges streuten sie die Blüten auf die Straßen und sorgten damit für ein farbenfrohes Bild. Im Mittelpunkt stand die Monstranz, die Stadtpfarrer Franz Brei unter dem sogenannten Himmel durch die Stadt trug. Der Baldachin wurde von vier Männern des Roten Kreuzes Jennersdorf getragen.
Die vier Altäre entlang der Strecke waren von einheimischen Frauen mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail gestaltet worden. Dort wurden die Evangelien verlesen und der sakramentale Segen erteilt. Der Gesangverein Jennersdorf gestaltete die einzelnen Stationen musikalisch, während die Prangerschützen mit ihren Salutschüssen die Bedeutung des Hochfestes unterstrichen. Bei sommerlichen Temperaturen wurde Fronleichnam einmal mehr zu einem sichtbaren Zeichen gelebten Glaubens, gelebter Gemeinschaft und einer Tradition, die in Jennersdorf bis heute fest im Jahreskreis verankert ist.
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