03.09.2014, 07:00 Uhr

Verwirrung um Schulzusammenlegung ausgeräumt

Helmut Sampt
Neuhaus am Klausenbach: NMS | NEUHAUS AM KLAUSENBACH (ps). Die Unsicherheiten in der Schulzusammenlegung und der entsprechenden Leiterbesetzung der NMS Neuhaus am Klausenbach sind ausgeräumt. Ausgegangen ist man von der Niessl Aussage von 17. 6. 2014, dass es im Burgenland nicht geben soll, "die Leiterin einer Volksschule ohne entsprechende Qualifikation für den Bereich der Neuen Mittelschule auch die Leitung dieser übernimmt". Im Falle Neuhaus würde die Leitung der NMS von der Volksschulleiterin Rosemarie Lafer übernommen werden.
Landesschulratspräsident Gerhard Resch präzisiert den Fall: "Die Bedenken wurden geprüft. Zunächst ist die gesetzliche Möglichkeit dazu gegeben, und die vorgesehene Leiterin hat auch eine Zusatzprüfung, mit der sie in der NMS unterrichten kann. Die Kollegin hat sich gewissenhaft auf die neue Situation vorbereitet".

Weiters verweist er auf eine Gesprächsrunde am 8. Sept. 2014 über Expositurmöglichkeiten von der Jennersdorfer NMS aus, falls die Schülerzahl unter 80 sinken sollte.
Bürgermeister Helmut Sampt hat andere Ziele. Er sieht in der Leitung überhaupt kein Problem: "Frau Lafer ist mit der Betreuung von 9 Klassen vom Unterricht freigestellt. Sie hat ihre Aufgaben bisher zur vollsten Zufriedenheit mit viel pädagogischem Feingefühl erfüllt. Fernziel ist es, Kindergarten, Volksschule Musikschule und NMS unter ein Dach zu bekommen und den Bildungsblock langfristig in Neuhaus zu erhalten".

Kommentar
Die Sparmaßnahmen in der Verwaltung machen schmerzhafte Schnitte notwendig, die wie bei einem Baumschnitt bisweilen Lebenssaft kosten. So auch in der Organisation der Grundschulen des Landes. Jeder Gärtner hofft aber, dass nach kreativen Verjüngungsschnitten kräftige und gesunde Triebe nachwachsen, die entsprechende Früchte tragen sollen. Anders als in Inzenhof, Großmürbisch oder Strem gibt es in Neuhaus keinen Widerstand gegen die Neuorganisation, vielmehr wird die neue gemeinsame Leitung bergrüßt. Die Folgeidee, alle Bildungseinrichtungen des Ortes unter ein Dach zu kriegen und damit langfristig im Dorf zu verankern, ist verlockend. Es muss nur unter ein gesetzlich Konformes sein.
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