Kremsmünster
Jugendliches Engagement bei „72 Stunden ohne Kompromiss“
- Eine Gruppe setzte sich mit dem Medium Radio auseinander.
- Foto: Carina Derflinger
- hochgeladen von Martina Weymayer
Bei Österreichs größter Jugendsozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“, einem Projekt der Katholischen Jugend in Zusammenarbeit mit youngCaritas und Hitradio Ö3, waren von 22. bis 25. Oktober Jugendliche in ganz Oberösterreich im Einsatz. Unter dem Motto „Pack ma’s an“ legten sich die Jugendlichen auch im Bezirk Kirchdorf ordentlich ins Zeug.
KREMSMÜNSTER, BEZIRK KICHDORF. Mehr als 400 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren folgten dem heurigen Motto „Pack ma’s an“ und engagierten sich von 22. bis 25. Oktober in 31 sozialen Projekten in Oberösterreich: Sie malten, reparierten, gestalteten, unterstützten oder schenkten einfach Zeit – und das 72 Stunden lang.
Einsatz für ein würdiges Gedenken
Im Rahmen der Jugendsozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ arbeiteten Schüler der ABIS (Anton Bruckner International School aus Linz in einem Gedenkprojekt im Stift Kremsmünster. In zwei Gruppen widmeten sie sich auf unterschiedliche Weise dem Gedenken des Fremdvölkisches Kinderheims Spital am Pyhrn (1943 – 1945).
Die erste Gruppe plante und organisierte eine interne Gedenkfeier, die sie von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur Nachbereitung eigenständig gestaltete. Dazu gehörten das Erstellen von Einladungen, die Kontaktaufnahme mit Beteiligten sowie die Auswahl von Musik, Ort, Dekoration und Texten. Mit großem Verantwortungsbewusstsein führten die Jugendlichen die Gedenkfeier schließlich durch und verfassten anschließend einen Nachbericht, um das Erlebte zu reflektieren und zu dokumentieren.
Die zweite Gruppe setzte sich mit dem Medium Radio auseinander und produzierte eine eigene Folge zu diesem Thema auf Radio FRO. Dabei lernten die Jugendlichen, worauf es in der Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung ankommt, und sammelten praktische Erfahrungen in den Bereichen Medienarbeit und Kommunikation. Darüber hinaus erhielten die Jugendlichen Impulse zum Umgang mit belastenden Themen. Sie bekamen wertvolle Anregungen und Methoden, um schwierige Inhalte achtsam zu behandeln und ihre eigene emotionale Stabilität zu stärken.
Durch das Projekt erweiterten die Jugendlichen nicht nur ihr organisatorisches und kreatives Können, sondern setzten sich auch intensiv mit Erinnerungskultur und verantwortungsvollem Handeln auseinander.
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