Unfall in Micheldorf
Kater angefahren und schwer verletzt zurückgelassen

Kater Pauli wurde von einem Auto angefahren und zurückgelassen. Er erlag seinen schweren Verletzungen.
  • Kater Pauli wurde von einem Auto angefahren und zurückgelassen. Er erlag seinen schweren Verletzungen.
  • Foto: Tierparadies Schabenreith | Hofner
  • hochgeladen von Martina Weymayer

Das Tierparadies Schabenreith in Steinbach am Ziehberg wurde am Abend des 11. März 2021 zu einem Tierrettungseinsatz in Ottsdorf, Gemeinde Micheldorf gerufen, der leider traurig endete.

MICHELDORF. Harald Hofner erhielt den Anruf einer Fahrradfahrerin: Sie hatte einen verletzten Kater auf der Fahrbahn liegend gefunden. Das Tier war von einem Auto angefahren worden. Zum Zeitpunkt des Anrufes lebte der Kater noch. Hofner fuhr sofort los, doch als er ankam, war der Kater bereits seinen Verletzungen erlegen. Äußerlich keine Verletzungen erkennbar, verstarb er vermutlich an inneren Blutungen.

Harald Hofner ist entsetzt über die Gleichgültigkeit, mit der das schwer verletzte Tier zurückgelassen wurde: "Ein Kater dieser Größe ist nicht zu übersehen, der Aufprall ist spürbar. Ein hilfloses Tier mit schwersten Verletzungen einfach liegen und dem Tod zu überlassen, ist rücksichtslos und grausam. Es passiert leider viel zu oft und ist kein Einzelfall. Dieses Tier hätte man vielleicht retten können, wenn der Autofahrer oder die Autofahrerin sofort gehandelt hätte."

Das Tierschutzgesetz (Bundesgesetz über den Schutz der Tiere) besagt unter § 9 Hilfeleistungspflicht: „Wer ein Tier erkennbar verletzt oder in Gefahr gebracht hat, hat, soweit ihm dies zumutbar ist, dem Tier die erforderliche Hilfe zu leisten oder, wenn das nicht möglich ist, eine solche Hilfeleistung zu veranlassen.“ In jedem Fall ist der Fahrer bzw. die Fahrerin dazu verpflichtet, mit dem Unfallopfer zum nächsten Tierarzt zu fahren und/oder die Tierrettung zu rufen, andernfalls handelt es sich um Fahrerflucht bzw. unterlassene Hilfeleistung.

Familie meldete sich am Abend

Die Familie des Unfallopfers meldete sich noch am selben Abend im Tierparadies Schabenreith, nachdem sie die Nachricht über den Verbleib ihres Katers in einem Facebook-Beitrag des Tierheims gelesen hatte. Der Kater war erst 1,5 Jahre alt.

Das Tierparadies Schabenreith appelliert: „Egal ob Hund, Katze, Reh, Hase oder sonstiges Tier. Bitte fahren Sie nicht einfach weiter, wenn Sie ein Tier angefahren haben. Nicht nur das Gesetz, sondern auch unsere Menschlichkeit verpflichtet jeden von uns, in so einer Situation dem Opfer zu helfen, es ist eine ethische Pflicht. Der Familie möchten wir unser allerherzlichstes Beileid aussprechen und wünschen viel Kraft für die nächste Zeit.“



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