05.10.2017, 08:35 Uhr

"Beste Bildung für alle gewährleisten"

Bezirksparteiobmann Christian Dörfel (hinten) mit den Kandidaten Klaus Aitzetmüller, Sabine Herndl, Sigrid Grubmair und Matthias Berger (v.li.)

Dies ist nur eine von vielen Forderungen der vier Kandidaten aus dem Bezirk Kirchdorf, die für die "Liste Sebastian Kurz" bei der Nationalratswahl 2017 ins Rennen gehen.

BEZIRK (wey). Am Sonntag, den 15. Oktober 2017, findet die Nationalratswahl statt. Auf der Wahlkreisliste Traunviertel sind Sabine Herndl, Klaus Aitzetmüller und Sigrid Grubmair für die "Liste Sebastian Kurz" vertreten. Auf der Landesliste ist neben Sabine Herndl auch Matthias Berger zu finden.

"Unsere Kandidaten haben natürlich auf kommunalpolitischer bzw. regionaler Ebene bereits politische Erfahrungen gesammelt. Mit Ausnahme von Matthias Berger, der bereits in der steirischen Landesschülervertretung aktiv war, kandidieren sie alle zum ersten Mal für ein überregionales Amt", erklärt Bezirksparteiobmann Christian Dörfel.

"Mehr Wertschätzung für regionale Produkte"

Ein Hauptanliegen von Sabine Herndl aus Steyrling, Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn, ist es, das Bewusstsein für Regionalität sowie die Wertschätzung für regionale Produkte zu stärken. "Qualität hat ihren Preis", sagt sie. "Es muss noch mehr ins Bewusstein der Konsumenten, dass sie Produkte direkt beim Bauern kaufen. Wichtig ist bekannt zu machen, wo die Direktvermarkter sind und wo man bestimmte Produkte bekommt." Die Landwirtschaft müsse wieder in ein positives Licht gerückt werden, fährt Sabine Herndl fort. "Landwirte sollen mit Grund und Boden gut umgehen und auch technische Mittel zeitgemäß einsetzen", sagt Herndl. Sie setzt sich darüber hinaus für die Stärkung der Familien im ländlichen Raum ein. Was die Kinderbetreuung betrifft, fordert Sabine Herndl: "Man muss sich selbst aussuchen können, ob man Kinderbetreuung in Ansruch nehmen möchte oder nicht. Es soll kein finanzieller Nachteil sein, wenn man bei den Kindern daheim bleibt."

Sigrid Grubmair sind unter anderem die Ein-Personen-Unternehmen ein Anliegen. "Ich kenne viele Damen, die sich nicht drübertrauen, ein Einzelunternehmen zu gründen. Hier muss man besser aufklären", sagt die Unternehmerin aus Pettenbach. Ein "dominantes" Thema, wie sie sagt, ist auch die Mobilität im ländlichen Raum und ganz besonders die Almtalbahn, für die sie sich persönlich auf die sprichwörtliche Schiene wirft. Im Gespräch ist, dass sie ab 2019 nur noch bis Sattledt geführt werden soll. In der Zwischenzeit gibt es sowohl eine Facebookseite "Rettet die Almtalbahn" als auch eine Unterschriftenliste und eine Onlinepetition. Auch an den Ideen, wie man die Bahnstrecke attraktiver machen könnte, mangelt es Sigrid Grubmair nicht.

Matthias Bergers Steckenpferd ist das Thema Bildung. "Das wichtigste ist heute, dass beste Bildung für alle gewährleistet wird", sagt der junge Rosenauer. "Wir müssen dorthin kommen, dass jeder lernen kann, was ihn interessiert und wo er Stärken und Talente hat." Berger hält mit Kritik am System der Neuen Mittelschule nicht hinter dem Berg und spricht sich stattdessen für eine Rückkehr zu Leistungsgruppen in den Hauptfächern sowie für mehr Wahlmöglichkeiten aus.
Im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung sieht Matthias Berger großes Zukunftspotenzial beim System "Lehre mit Matura". Hier müsse es mehr Möglichkeiten geben. Einfacher soll auch der Einstieg von einer Lehre in ein fachspezifisches Studium werden. 
Berger spricht sich auch für eine österreichweite Vereinheitlichung des Jugendschutzgesetzes bzw. für bundesländerübergreifende Schüler- und Studententickets ein.

"Vorteile unseres Lebensaumes sichtbar machen"

Klaus Aitzetmüller aus Hinterstoder erklärt: "Unser Bezirk steht sowohl als Wirtschaftsraum als auch als Lebens- und Wohnraum im starken Wettbewerb mit den Ballungszentren. Wir haben eine gute Straßeninfrastruktur, unter anderem mit der gut ausgebauten Pyhrnautobahn. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn mittlerweile sind wir zu einem Auspendlerbezirk geworden." Das läge, so der Wirtschaftskammer-Obmann, aber nicht daran, dass die Wirtschaft zu wenig Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, sondern "vielmehr daran, dass uns die jungen Leute abhanden kommen, die wir aber für einen guten Branchenmix brauchen". Aitzetmüller fordert unter anderem, dass der Breitband-Internetausbau "bis in jedes Dorf" vorangetrieben werden muss.
Die Bevölkerungsentwicklung sei eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre. "Wir brauchen junge Leute, die hier arbeiten, investieren, konsumieren und sich hier wohlfühlen", sagt Klaus Aitzetmüller. "Es ist wichtig, die Vorteile unseres Lebensaumes sichtbar zu machen. Wir sind dabei, aber da gibt es noch viel zu tun."

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