07.11.2017, 13:47 Uhr

Großes Finale im Waldviertel

Baumschlager/Winklhofer im VW Polo R WRC (Foto: Harald Illmer ir7.at)

Raimund Baumschlager relaxed vor Showdown um den Meistertitel

ROSENAU (sta). So spannend wie selten zuvor geht die Österreichische Rallyemeisterschaft am kommenden Wochenende bei der 37. Auflage der Rallye Waldviertel zu Ende. Mit Hermann Neubauer (96 Punkte), Raimund Baumschlager (94) und Niki Mayr-Melnhof (82) haben noch drei Piloten die Chance auf den Titel. Auf den letzten 14 Sonderprüfungen der Saison wird im Raum Horn die Entscheidung um den Titel fallen.
„Wer die Rallye gewinnt, gewinnt auch die Meisterschaft“, bringt Raimund Baumschlager aus Rosenau die Konstellation auf den Punkt und gibt gleich auch noch seine Devise für das Finale preis: „Volle Attacke, alles andere wäre Unsinn!“. Trotz der dramatischen Ausgangslage ist beim Routinier aus Rosenau nichts von Nervosität zu spüren „Ich bin körperlich gut drauf, vollkommen relaxed und freue mich riesig auf die Rallye“. Und das aus gutem Grund. Zum einen hat Baumschlager die Rallye Waldviertel schon achtmal gewonnen, und zum anderen wird das Finale zu 86% auf Schotter gefahren, und das ist das favorisierte Geläuf für Baumschlagers VW Polo R WRC. „Auf Schotter bin ich mit dem WRC von Anfang an bestens zu Recht gekommen. Auch bei der Schneebergland Rallye hatte ich auf diesem Untergrund ein perfektes Gefühl“, verrät der Rekordstaatsmeister, der unmittelbar vor der Rallye noch einen Reifentest absolviert. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, wird Reifenausstatter Pirelli dazu sogar einen Techniker nach Österreich entsenden.

Der Weltrekord winkt

Raimund Baumschlager hat am vergangenen Wochenende auf dem Gelände des Red Bull Rings bei Publikumsfahrten rund 400 Kilometer im Rallyeauto abgespult, ist also bestens im Rhythmus. Und auch eine derart brisante Ausgangslage vor einem Finale kann den Rosenauer nicht mehr in Angst und Schrecken versetzen. Denn, wen wundert es, auch so etwas hat Baumschlager in seiner langen Karriere schon erlebt: „1993 habe ich meinen ersten Meistertitel erst beim letzten Lauf gegen Franz Wittmann gewonnen“, erinnert sich der 57jährige. Bleibt Baumschlager auch am kommenden Wochenende erfolgreich, wäre es bereits sein 14. Staatsmeistertitel, eine in der Rallyeszene weltweit unerreichte Marke.
Wie man Meisterschaften gewinnt, hat Baumschlagers BRR Team heuer bereits dreimal gezeigt. Neben dem Ungarischen Meistertitel mit Norbert Herczig und dem Meistertitel in Deutschland mit Fabian Kerim holte BRR auch den U28 Europameistertitel 2017 mit Marian Griebel (D).

Rallye Waldviertel
Start: Freitag, 10. November 2017, 15:00 EKZ Horn
Ziel: Samstag, 11. November 2017, 18:45 MJP Racing Arena Fuglau
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