Goasleitn-Trophy 2026
Vertikaler 100m Sprint: Schinderei im Steilhang
- Die Olympia-Vierte Tatjana Paller siegte bei den Damen
- hochgeladen von Gerald Habison
(FIEBERBRUNN). Steil, steiler, Goasleitn. Bereits zum dritten Mal war der Steilhang unterhalb der Rohreralm auf 1.256 m Seehöhe Schauplatz für einen der unterhaltsamsten Vertical-Wettbewerbe - dort, wo normalerweise die Ziegen grasen. Bei der Goasleitn-Trophy haben die teilnehmenden Hobby- und Profisportler einen cirka 100 Meter langer Bergauf-Sprint zu bewältigen. Was Muskel und Lunge schnell brennen lässt, ist die Neigung bis zu 100 Prozent, also 45 Grad, und damit noch mehr als die 85 Prozent am steilstem Stück der Kitzbüheler Streif.
Ein Fix-Seil sichert die Teilnehmer im Fall des Falles und infolge vor einem Absturz mit zumindest blauen Flecken. Übrigens, Helm tragen ist Pflicht. Der Weg nach oben ist die Direttissima. Wer die im Ziel platzierte Glocke zuerst läutet, hat gewonnen. Auch der Modus ist einfach: Die vier Zeitschnellsten kommen ins Halbfinale, das als Parallelrennen ausgetragen wird. Die beiden Halbfinalsieger duellieren sich im Endlauf. Der Showdown steigt vor einer brodelnden Kulisse mit hunderten Zuschauerinnen und Zuschauern.
Weltklasse am Start
Bei den Damen siegte mit Tatjana Paller eine deutsche Weltklasse-Skibergsteigerin. Die Olympia-Vierte, die heuer in Mailand-Cortina die Bronze-Medaille nur um drei Sekunden verfehlte, setzte sich im Endlauf auf der Goasleitn gegen Lokalmatorin Lisa Tscholl durch.
Streckenrekord und Staffelkrimi
Bei den Männern fixierte Luis Hausladen im Halbfinale einen neuen Streckenrekord (54,50) und triumphierte kurz darauf im Endlauf über Vorjahressieger Finn Hösch, dem 13. bei Olympia 2026 im Skibergsteigen Einzel-Sprint.
Ein Krimi bis zum letzten Meter war das Finale im 3er-Staffelbewerb. Mit einem Wimpernschlag Vorsprung, konkret einer Zehntelsekunde, gewann das Herren-Trio „SC Sauloch“ (Max Fuschlberger, Paul Fürhapter, Matthäus Kracher) den Teambewerb vor dem offenbar trinkfreudigen Kollektiv „Bier am Berg“.
Sieger Nachwuchs (bis 14. Jahre):
Mia Kogler (Mädchen), Jakob Bucher (Burschen).
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