05.12.2017, 18:00 Uhr

Drei weitere Gemeinden setzen auf Klimaschutz

Magdalensberg, Poggersdorf und Brückl wollen die "Norische Energieregion" bilden (Foto: Pixabay)

Die Gemeinden Magdalensberg, Poggersdorf und Brückl wollen die Klima- und Energiemodellregion "Norische Energieregion" bilden.

BRÜCKL, MAGDALENSBERG, POGGERSDORF. Beim Klima- und Energiefonds wurde der Antrag auf eine weitere Kärntner Klima- und Energiemodellregion eingereicht. Die Gemeinden Magdalensberg, Poggersdorf und Brückl wollen die "Norische Energieregion" mit rund 9.235 Einwohnern und einer Fläche von 120 Quadratkilometer bilden. Noch heuer soll die Projektentscheidung des Klima- und Energiefonds fallen. Bei grünem Licht, wird 2018 mit der Erstellung eines Umsetzungskonzepts begonnen. Man ist zuversichtlich, dass es zu einer positiven Entscheidung kommt.

Besserer Zugang zu Förderungen

"Maßnahmen, die im Rahmen der Modellregion gesetzt werden, kommen jedem Bürger und Unternehmer zugute. Wir wollen als Region Energie-Schwerpunkte setzen und über das Programm zusätzliche Förderungen lukrieren", hofft Magdalensbergs Bürgermeister Andreas Scherwitzl.
Auch Poggersdorf könnte so auf bereits gesetzte Maßnahmen in diesem Bereich aufbauen. "Wir erhoffen uns Unterstützung bei der Umsetzung von Projekten und Zugang zu Förderungen aus dem Klimafonds und aus EU-Förderprogrammen", so Bürgermeister Arnold Marbek. "Konkret wäre das etwa die Erweiterung der Umstellung auf LED bei der Straßenbeleuchtung oder Projekte zur Bewusstseinsbildung in Sachen Energiesparen."
In Brückl ist die Umstellung auf LED-Beleuchtung bereits kurz vor der Fertigstellung. Rund 200.000 Euro wurden dafür investiert. Als e5-Gemeinde sei man immer bestrebt energieeffizient zu handeln, sagt Bürgermeister Burkhard Trummer: "Es ist immer leichter, größere Bereiche zu organisieren. Deshalb ist die KEM eine gute Sache, um weitere Synergien zu schaffen - sei es beim Einkauf von Pellets oder Heizsystemen, aber auch bei der Bereitstellung von Informationen für die Bevölkerung." Nebenbei wolle man in diesem Bereich verstärkt präventiv an Schulen arbeiten. 

Maria Saal abgesprungen

Ursprünglich hätte auch Maria Saal mit dabei sein sollen. Scherwitzl und Marbek bedauern, dass Maria Saal sich im letzten Moment dagegen entschieden hat. "Die Präsentation des Programms war schwach. Ein konkretes Beispiel, wo es um ein Projektvolumen von rund 15.000 Euro ging, hat gezeigt, dass wir als Modellregion nur etwa 200 Euro mehr Förderung bekommen hätten. Wir bräuchten also viele Projekte in diese Richtung, dass sich unser Beitrag von rund 4.000 Euro amortisiert", argumentiert Gemeindechef Anton Schmidt. "Unsere Schwerpunkte gehen aber in eine andere Richtung, außerdem müssen wir beim Budget sehr aufpassen."
Marbek sieht das anders: "Durch die Förderungen bekommen wir sicher ein Vielfaches des Einsatzes zurück." 


Was ist eine Klima- und Energie-Modellregion?
Hinter den Klima- und Energie-Modellregionen steht die Vision eines 100-prozentigen Ausstiegs aus fossiler Energie. Jede Modellregion hat einen eigenen Manager, der als Ansprechpartner fungiert, Förderstellen mit Gemeinde, Firmen und Bürgern vernetzt und berät. In der Region werden Projekt in den Bereichen erneuerbare Energie, Energiesparen, nachhaltiges Bauen, Mobilität, Landwirtschaft oder Bewusstseinsbildung umgesetzt.

Im Rahmen des Programm des Klima- und Energiefonds werden regionale Projekte und das Modellregionsmanagement kofinanziert. Teilnehmende Gemeinden haben nicht nur den Vorteil, durch energiesparende und geförderte Maßnahmen Kosten zu sparen, es gibt über die KEM auch die Möglichkeit, gewisse Förderungen besser abzuholen.

Alles zur KEM Carnica Rosental hier!

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