Hochwasserschutz für weiteres Wachstum

Auf den Äckern in Hörtendorf entstehen viele neue Häuser. Mit Hochwasserschutz um 1,3 Mio. Euro könnten weitere Gründe der Stadt genutzt werden
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HÖRTENDORF. Nomen est omen – Hörtendorf bildet als äußerster Stadtteil im Osten Klagenfurts den sanften Übergang zum Land und zeichnet sich durch seinen dörflichen Charakter aus. „Diesen gilt es zu erhalten“, sagt SPÖ-Stadtteilvorsitzender Franz Petritz. „Es ist klein und fein. Jeder kennt jeden und es ist extrem sicher“, sagt auch ÖVP-Sektionschef Karl Voitischek. Entsprechend sei der Stadtteil vor allem für Jungfamilien interessant, die nun verstärkt das „Neue Wohnen Hörtendorf“ in Anspruch nehmen und Grundstücksparzellen der Stadt für den Traum vom Haus kaufen. „15 sind noch verfügbar“, informiert Petritz. Die Stadt hätte auch noch weitere Parzellen.

1,3 Mio. für Hochwasserschutz nötig

Für Wohnzwecke müsste allerdings zunächst der Hochwasserschutz entlang der Raba adaptiert werden. Denn diese Grundstücke liegen in der roten Zone, informiert FPÖ-GR Ferdinand Sucher: „Es gibt aber fertige Pläne als auch nun einen Grundsatzbeschluss des Stadtsenats, den Hochwasserschutz zu adaptieren. Dann kann sich der Stadtteil wieder weiterentwickeln.“ Laut dem zuständigen Referenten Wolfgang Germ müssten 1,3 Millionen Euro investiert werden. „Demgegenüber stehen dann Einnahmen von 3 Mio. Euro für die Stadt, da dann die 60 Bauparzellen genutzt und verkauft werden können“, sagt Germ, der sich noch in dieser Periode für die Umsetzung dieses Projekts einsetzten will. Das könnte laut Germ sogar durchaus schon 2018/19 der Fall sein, nachdem nun zunächst zwei mögliche Varianten geprüft und mit allen Beteiligten gesprochen wird.

Wohnungen statt Häuser?

Grüne-GR Elias Molitschnig hingegen hinterfragt die derzeitige Vorgehensweise beim Grundstücksverkauf, denn: „Für eine gute Infrastruktur in allen Bereichen braucht es eine bestimmte Bevölkerungszahl, sonst rechnet sich das nicht. Nur mit Einfamilienhäusern wird man das aber in Hörtendorf nicht erreichen“, warnt er. Seine Idee: Sanfte Verdichtung. „Das ist per se nichts schlechtes, man kann heute intelligent bauen, wie mit verdichteten Flachbauten. Wir reden nicht von einem Wohnblock nach dem anderen.“ Laut Molitschnig hätte bereits die Vorgänger-Regierung einen städtebaulichen Masterplan entwickeln können: „Aber die Stadt könnte jetzt immer noch eingreifen.“

Nahversorger vordringlich

Dass in punkto Infrastruktur noch Nachholbedarf besteht, zeigt sich an dem schon lange gehegten Wunsch eines Nahversorgers. Das sei wohl wichtigste, was in Hörtendorf umgesetzt werden muss, da sind sich alle vier Befragten einig. Petritz: „Das wäre wichtig, zumal Hörtdendorf nun stark wächst. Geplant ist ja schon lange etwas, doch so richtig gediegen ist die Ansiedelung eines Nahversorgers noch immer nicht.“
Für Petritz ebenso wichtig ist ein weiterer Kinderspielplatz: „Der bestehende ist für die Bewohner der neuen Häuser zu weit weg. Meines Wissens ist dafür auch schon eine Fläche reserviert.“ Durch das Wachstum könnten sich in einigen Jahren auch andere infrastrukturelle Fragen auftun. „Vielleicht stellt sich dann – neben einer Adaptierung des öffentlichen Verkehrs – auch die Frage nach der ärztlichen Versorgung“, meint Petritz.

Hörtendorferstraße sanieren

Gerade weil Hörtendorf wächst, ist ÖVP-Sektionschef Voitischek die sanierungsbedürftige Hörtendorfer Straße ein Dorn im Auge: „Ich setze mich schon lange dafür ein. Seit der Eingemeindung wurde diese wichtige Hauptzufahrtsstraße nicht saniert, es ist eine Rumpelpiste.“ FPÖ-GR Sucher regt an, die Straße auch zu verbreitern: „Wenn der Bus entgegenkommt, ist es ganz schön eng.“ Zudem müsse laut Sucher auch der Schülerweg von der Volksschule Richtung Stadt fertig saniert werden. Und: „Der Schulhof und der Sportplatz sind auch sanierungsbedürftig.“
Zudem wäre für Voitischek nun wichtig, den Radweg Richtung Innenstadt weiter auszubauen: „Derzeit fahren alle über den Schülerweg, der von Hörtendorf über Aich bis zum Obi-Baumarkt hinaufgeht. Auf dieser Strecke nun den Radweg zu integrieren, wäre sicher die beste Variante.“

Autor:

Verena Polzer aus Klagenfurt

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