Trinkwasserversorgung für Klosterneuburg
Neuer Brunnen in der Kritzendorfer Au eröffnet
- GR Markus Presle (Wasserausschuss), Stiftskämmerer Elias Carr, Bürgermeister Christoph Kaufmann, Stadtrat Christoph Stattin, Herbert Preisl, Leiter der Wasserversorgung und Stadtrat Clemens Ableidinger im Inneren des Brunnengebäudes.
- Foto: Stadtgemeinde Klosterneuburg/Lutz
- hochgeladen von Roland Weber
Bürgermeister Christoph Kaufmann nahm das neue Brunnenfeld „Brunnen VI“ in der Kritzendorfer Au offiziell in Betrieb, Stiftskämmerer Elias Carr segnete den Brunnen. Das Investitionsvolumen betrug insgesamt 1,5 Millionen Euro.
KLOSTERNEUBURG. Der „Brunnen VI“ ist der insgesamt achte Brunnen im Netz der Klosterneuburger Trinkwasserversorgung, denn 6 Brunnen haben Nummern, zwei tragen Eigennamen.
Menge von 1.000 Badewannen pro Stunde
Die Bauarbeiten haben Mitte Februar 2025 begonnen. Für die Gewinnung von 50 Litern Wasser pro Sekunde – das entspricht 180.000 Litern (1.000 Badewannenfüllungen) pro Stunde – waren zwei Bohrungen im Abstand von 50 Metern erforderlich. Mit diesem Infrastrukturprojekt reagiert die Stadt vorausschauend auf den steigenden Wasserbedarf infolge zunehmender Trockenperioden.
„Mit diesem Brunnenprojekt ist unsere Stadt auf den stetig steigenden Verbrauch vorbereitet“, betont Bürgermeister Christoph Kaufmann bei der Eröffnung. „Eine verlässliche und nachhaltige Trinkwasserversorgung hat Priorität. Mit dieser vorausschauenden Investition stellen wir sicher, dass Klosterneuburg auch in Zeiten des Klimawandels auf eine stabile Wasserversorgung zählen kann.“
Höhere Hochwassersicherheit
Die beiden Brunnenrohre aus Edelstahl sind jeweils zwölf Meter lang und haben einen Durchmesser von 800 mm. Die Anlagen wurden als Vertikalfilterbrunnen ausgeführt, was im Gegensatz zu Horizontalfilterbrunnen eine höhere Hochwassersicherheit gewährleistet. Für eine gleichbleibend hohe Wasserqualität sorgt eine integrierte UV-Desinfektionsanlage. Für den neuen Brunnen wurde eine über 2,1 Kilometer lange Wasserleitung verlegt, um das kostbare Nass effizient in die Zentrale in der Nivenburggasse zu leiten, von wo aus die weitere Verteilung ins Wassernetz erfolgt.
Das Klosterneuburger Trinkwasser speist sich aus einem unterirdischen, eiszeitlichen Begleitstrom der Donau. Bei aller Technik, die dem Menschen zugutekommt, wurde auch der ökologische Aspekt berücksichtigt. Das Aushubmaterial wurde für die Errichtung von Rettungshügeln verwendet, die Tieren bei Hochwasserereignissen wichtige Zufluchtsorte bieten.
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