Korneuburg
Zwischen Sternen, Steinen und stillen Wundern
- Die Burg Kreuzenstein ist immer einen Besuch wert – auch für Kinder gibt es hier viel zu entdecken.
- Foto: Weinstraße Weinviertel/Robert Herbst
- hochgeladen von Sandra Schütz
Zwischen Donau, Stadt und mystischen Höhen gibt es im Bezirk Korneuburg viel zu entdecken. So manche Orte leuchten jedoch erst auf den zweiten Blick. Genau diesen schärfen wir mit Kulturvermittlerin Maria-Andrea Riedler. Auf geht’s!
BEZIRK KORNEUBURG. Wir treffen uns in Stockerau. In der größten Stadt des Weinviertels befindet sich just auch der höchste Kirchturm Niederösterreichs. "Von oben versteht man die Landschaft", sagt Riedler. Wir blicken in die Ferne. Ja, "nirgendwo sonst ist man dem Herrgott näher als hier". Die rund 40 Meter bis zu den Glocken kann man nur bei einer Führung erleben, Maria-Andrea Riedler steigt sie gerne hinauf. Bis zum Kreuz ganz oben wäre es noch einmal so weit. "Das lassen wir aus, über die Leitern ist es nicht ungefährlich."
- Foto: Niederösterreich Werbung/Robert Herbst
- hochgeladen von Sandra Schütz
Und wer weiß, vielleicht kann man vom Kirchturm aus auch die alte Werft in Korneuburg sehen. Das alte Gelände zeugt noch heute von Industrie, Aufbruch und Wandel – ganz rau, authentisch und überraschend poetisch, wenn im Sommer dort jährlich Kunst- und Kultur einziehen.
Jugendstil am Land
Wir reißen uns vom Anblick der Donau los, unser nächstes Ziel ist Enzersfeld. Die dortige Pfarrkirche ist ein Gesamtkunstwerk des Jugendstils – wunderschön und in dieser Gegend sehr selten, wie Riedler verrät.
Auch in Niederhollabrunn stoßen wir auf ein eher ungewöhnliches Gotteshaus – zumindest für einen so kleinen Ort. Fast monumental mutet sie an, die Pfarrkirche, und sie ist reich ausgestattet. Ihre Schätze wurden im 18. Jahrhundert vom ehemaligen Franziskanerkloster in Stockerau hier her übersiedelt, Kaiser Joseph II ließ dieses damals schließen. Auch dessen Geschichte ist bewegt: zwischenzeitlich wurde es militärisch genutzt, erst 1912 kehrte das geistliche Leben zurück.
Wege, die den Blick weiten
Der Sternenweg in Großmugl öffnet nachts völlig neue Perspektiven. Der Blick in den Himmel ist an keinem anderen Ort so klar. Noch weiter hinauf geht es in Leitzersdorf, der Planetenweg macht Astronomie begreifbar. Und wer den Michelberg bei Haselbach erklimmt, taucht tief in andere Kulturen ein, besinnt sich auf das Hier und Jetzt.
- Maria Andrea Riedler liebt Geschichte. Diese zu vermitteln ist ihr ein Herzensanliegen.
- Foto: Sandra Schütz
- hochgeladen von Sandra Schütz
Klassiker, die bleiben
Wieder mit beiden Beinen fest am Boden machen wir noch einen Abstecher nach Leobendorf, wo die Burg Kreuzenstein märchenhaft über allem thront. Vom einstigen Urmeer samt Riesenaustern zeugt die Fossilienwelt in Stetten.
Wir merken also am Schluss, der Bezirk Korneuburg ist kein Ort zum Abhaken, sondern zum Wiederkommen. Oder, wie unsere Wegbegleiterin sagt: "Man entdeckt ihn nicht – man lernt ihn kennen."
Kinder-Tipp: Ritter und Krokodile
Kleine Schatzsucher finden in der Fossilienwelt Stetten ein wahres Paradies. Wer dann schon immer einmal Ritter sein wollte, erobert die Burg Kreuzenstein. Und wenn ihr zur Sternen-Oase wollt, vergesst die Taschenlampe nicht.
Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.