Hallenbad „Mirador“ setzt auf Wertkarten
KLS-Kritik wegen fehlender Jahreskarten
- Im alten Kremser Hallenbad gab es Zehnerblöcke und Jahreskarten. Im neu gebauten „Mirador“ setzt man auf Tagestarife in Kombination mit Wertkarten. Saisonkarten gibt es für das Freibad.
- Foto: em
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Nach rund zwei Jahren Bauzeit und rund 40 Millionen Euro Kosten beginnt mit 1. September der reguläre Hallenbadbetrieb im neuen „Mirador“ in Krems. Doch es gibt bereits Kritik. Bislang gebe es weder Jahreskarten noch vergünstigte Mehrfachangebote. Gemeinderat Ronny Weßling (Kremser Linke Stadtbewegung) fordert, das noch vor dem Betriebsstart zu ändern.
KREMS. „Das Mirador darf nicht nur ein Ausflugsziel für gelegentliche Gäste sein. Ein Kremser Bad muss für die Kremser da sein – für jene, die Woche für Woche schwimmen, trainieren oder das Bad für ihre Gesundheit nutzen. Sie brauchen einen spürbaren Preisvorteil“, sagt Ronny Weßling von der Kremser Linken Stadtbewegung (KLS).
- KLS-Gemeinderat Ronny Weßling wünscht sich „spürbare Preisvorteile“ für alle Kremser und die, die das Schwimmbad besonders häufig nutzen.
- Foto: KLS
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Im alten Kremser Hallenbad gab es Zehnerblöcke und Jahreskarten, für das Freibad des Mirador werden Saisonkarten angeboten. „Beinahe in allen öffentlichen Bädern Österreichs sind Mehrfach- und Dauerkarten üblich, um die lokale Bevölkerung zu entlasten. Umso unverständlicher ist, dass ausgerechnet für das neue Hallenbad bisher nichts Vergleichbares angeboten wird. Zum Start braucht es faire Mehrfachkarten und eine echte Jahreskarte. Regelmäßiges Schwimmen darf kein Luxus werden“, so Weßling.
Tarif-Konzept vom Mirador
Das vom Mirador verfolgte Tarif-Konzept basiert auf verschiedenen Tagestarifen in Kombination mit Familientarifen, die noch zusätzlich durch Wertkarten optimiert werden können. Diese Wertkarten werden mit einem bestimmten Betrag (100 oder 200 Euro) „aufgeladen“ und bringen dann auf alle Tagestarife zusätzlich einen Rabatt von 5 % (bei Aufladung von 100 Euro) oder 10 % (bei 200 Euro).
- Roland Dewisch ist Leiter der Kremser Stadtbetriebe.
- Foto: Stadt Krems (Archiv)
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„Der Vorteil dieser Variante ist, dass die Wertkarte unbegrenzt gültig, übertragbar und situativ auf alle Tagestarife anwendbar ist und z.B. auch für mehrere Personen anwendbar ist. Ausgenommen davon ist das Freibad, wo es weiterhin Saisonkarten geben wird“, heißt es von Roland Dewisch, dem Leiter der Stadtbetriebe auf Nachfrage. „Klassische Mehrfachkarten sind hinsichtlich der buchhalterischen Bewertung in der Bilanz schwierig, da sich immer die Thematik von Preisänderungen über den Zeitverlauf ergibt. Im Prinzip erfüllt die von uns angebotene Wertkarte ja denselben Effekt“, so Dewisch zu der Thematik.
Diskussionen mit Saisonkartenbesitzern
Auch habe man in der Vergangenheit laufend Diskussionen mit Saisonkartenkäufern, die aufgrund von Krankheit, Unfällen oder Auslandsaufenthalten die Karte über einen längeren Zeitraum nicht nutzen konnten und eine Refundierung des Preises forderten, gehabt. „Weiters haben Saisonkartenbesitzer häufig den Anspruch, jederzeit Zutritt haben zu können, was bei Vollauslastung wiederum oft zu Diskussionen geführt hat. Im Mirador verfolgen wir ein 'anderes, modernes' Konzept, das für den Käufer durchaus einige Vorteile bringt“, sagt Dewisch.
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